Prinzessin

Ehrgeizig, perfektionistisch, ehrlich: Chloé Albaret war eine auffallend strahlkräftige Tänzerin des Nederlands Dans Theater. Davon zeugt nicht zuletzt ihr Kosename. Mit der Freelancerin traf sich Rico Stehfest

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Mit 15 Jahren begann sie zu tanzen. Nur fünf Jahre später wurde sie 2010 Teil des Nederlands Dans Theater 2, 2013 wechselte sie in die Hauptcompagnie des NDT. And the rest is history, könnte man sagen. Chloé Albaret hat eine ziemlich beispiellose Karriere hingelegt. 2020 mit einem «Zwaan» für ihre Performance in Edward Clugs «Aperture» ausgezeichnet, tanzte sie noch zwei weitere Jahre bei NDT. Heute ist sie als Freelancerin unterwegs und gibt das Bewegungsmaterial weiter, das in ihren Körper eingeschrieben ist.

Wir treffen uns in Dresden, wo sie an der Semperoper den choreografierenden Geschwistern Imre und Marne van Opstal bei deren Kreation «November» assistiert (tanz jb/25).

Training als Droge
In ihrer Kindheit und Jugend stand Albaret auf Skiern in den französischen Alpen. In der Verwandtschaft gab es zwar Tanzlehrer, aber recht weit entfernt. Der Tanzwunsch entstand gleichwohl nicht erst mit einem Umzug der Eltern. Albaret erzählt, wie sie in den ersten Jahren jede nächste Übungsstunde erwartet hat wie eine Droge. Der Tanz war einfach schon in ihr. Also brach sie mittendrin die Schule ab und wechselte ans Centre Artistique Mondap’art in Nîmes. Es war der erste Schritt hin zu ...

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Tanz März 2026
Rubrik: Menschen, Seite 22
von Rico Stehfest

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Ihr Beruf? 
Einst Tänzer, heute Choreograf

Ihr Temperament?
Geselliger Melancholiker

Was ist das Schönste, das Sie je über sich gehört haben?
Dass ich sehr gutes Handwerk mache

Und das Ärgerlichste?
Dass ich kein gutes Handwerk mache

Etwas, was Sie noch nie über sich verraten haben? 
Ich wäre gern ein Sänger wie Frank Sinatra oder Michael Bublé geworden

Welche...

Ausstellung tanz 3/26

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