Marne van Opstal und Meng-ke Wu in «The missing door» von Gabriela Carrizo; Foto: Rahi Rezvani

Side B: Adrift

Franck Chartier und Gabriela Carrizo vollenden ihre Trilogie fürs Nederlands Dans Theater: ein Abend, der die Ausdruckspalette von Witz und Wahn, Angst und Hilflosigkeit, Zaghaftigkeit und Zügellosigkeit ausmisst

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Mit «The hidden floor» haben Franck Chartier und Gabriela Carrizo von der belgischen Kompanie Peeping Tom ihre für das Nederlands Dans Theater (NDT) konzipierte Trilogie komplettiert. Den Auftakt hatte 2013 Carrizos Stück «The missing door» gemacht, bevor Chartier zwei Jahre später mit seiner preisgekrönten Choreografie «The lost room» nachlegte und Lust auf den krönenden Abschluss machte. Die gesamte Trilogie war nun als Teil des jüngsten NDT-Programms «Side B: Adrift» zu sehen – und bestürmte das atemlose Publikum nachgerade mit ihrer emotionalen Wucht.

Der Künstlerische Leiter des NDT, Paul Lightfoot, hat es fraglos verstanden, mit Hilfe des Choreografen-Duos von Peeping Tom bei seinen Tänzerinnen und Tänzern ganz neue Energien zu entfesseln.

Verdachtsmomente

«The missing door» ist wohl das rätselhafteste Stück der Trilogie: In der Eröffnungsszene sehen wir den Körper eines Mannes (Roger Van der Poel), reglos auf einem Stuhl in der Ecke lagernd. Eine ebenfalls reglose Frau -(Lydia Bustinduy) wird an den Fußgelenken von der Bühne geschleift – von einem Bediensteten (Spencer Dickhaus), der nach verrichteter Arbeit damit beginnt, den Raum auszufegen und zu wienern, als wäre ...

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Tanz Dezember 2017
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Marcelle Schots

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