shantala shivalingappa

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Er übertrifft alles. Allein, wie sie die Bühne des «Jacob’s Pillow Dance Festival» betritt, zu sehen, wie sie augenblicklich die Aufmerksamkeit des Publikums fesselt, ist einfach unvergesslich. Es geht ein regelrechter Ruck durch die Menge. Man begreift: Es liegt etwas Besonderes in der Luft. Dieses Kraftwerk von Tänzerin, die Klarheit ihres Blicks und ihrer Bewegungen, ihre unglaubliche Präsenz, all das verwendet sie in ihrem Solo «Shiva Ganga», begleitet nur von einem Perkussionsensemble. Dieses bukolische Festival lockt Tanzlieb­ha­ber aus aller Welt.

Alle waren überrascht von dieser vollendeten Künstlerin. Binnen Minuten standen wir in Shantala Shivalingappas Bann, gerade weil von ihr weder Ego noch Allüre ausstrahlen. Die niet- und nagelfest in ihrer Kultur verhaftete Künstlerin mit ihrem profunden Verständnis der klassischen Form ist vor allem deshalb etwas Besonderes, weil sie gerade nicht prinzipientreu die Kunst nur perpetuiert, sondern fähig ist, die Formen so zu synthetisieren, dass sie über die Tradition, den Stil, die Herkunft hinausragen, indem sie zeitgenössische und klassische Idiome wie selbstverständlich verbindet.

Auch ihre Geschichte strickt an der Legende: Nach ...

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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 151
von Philip Szporer

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