serie: master-macher
Die Ballettakademie der Wiener Staatsoper ist eine Schule mit Tradition: 1870 wurde sie durch das «Organisations-Statut für die Ballett-Tanzschule am k. k. Hof-Operntheater» begründet. Hier lernte u. a. auch Grete Wiesenthal, bevor sie mit ihren Choreografien und der Wiesenthal-Technik international Erfolg hatte. Seit 1980 ist die Schule im Hanuschhof direkt neben der Wiener Staatsoper beheimatet.
Die acht Säle sind nach großen Persönlichkeiten der Wiener Tanzgeschichte benannt: Franz Hilverding, Jean-Georges Noverre, Fanny Elßler, Josef Hassreiter, Grete Wiesenthal, Erika Hanka, Willy Dirtl und Rudolf Nurejew.
2010 wurde Manuel Legris Direktor des Wiener Staatsballetts und somit auch Künstlerischer Leiter der Ballettschule der Wiener Staatsoper. Als Geschäftsführende Direktorin berief er Simona Noja, die fast elf Jahre lang an der Wiener Staatsoper getanzt hatte und 2006 ihre Karriere als Erste Solotänzerin beendete. Nach eigener Aussage war es ein «harmonischer Abschied, kein großes Drama, kein Unfall, sondern eine bewusste Entscheidung.» Sie gründete mit ihrem Mann, Boris Nebyla, eine private Schule in Wien. Der Wunsch von Legris kam für sie sehr überraschend. Seither wird im ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz November 2015
Rubrik: praxis, Seite 72
von
Seit dieser Spielzeit bekleidet er den Posten des Ballettdirektors und Chefchoreografen an der Oper Graz, in der Nachfolge von Darrel Toulon. Es ist der Morgen am Tag seiner ersten Premiere. Mit «Der Liebe Schlaf», einer «Dornröschen»-Adaption für sein 17-köpfiges Ensemble, wird sich Jörg Weinöhl am Abend dem Publikum in der Steiermark vorstellen. Derzeit sind es...
Man stelle sich einmal vor, es hätte sie nie gegeben. «Ach, was hat Pina Bausch für den Tanz getan, wie anders sähe die Sparte heute aus», lautet ein gängiger Seufzer. Vielleicht, liebe Pina-Groupies, ja auch so: All die Tänzerdarsteller, die ihr Innerstes als «Authentisches» auf die Bühne kübeln? Wären uns erspart geblieben. Die Akteure wären durchweg jung, schön,...
Ende Dezember verlässt Sylvie Guillem die Bühne. Mit ihrem Abschiedsprogramm «Life in Progress» ist sie rund um den Globus getourt, für das Finale hat sie Japan auserkoren. Nicht umsonst. Dem Rest der Welt sagt Guillem im Rahmen des Farewell-Abends «Tschüss» mit Mats Eks Solo «Bye», für Nippon aber hat sie noch eine besondere Zugabe: Als Gaststar in Béjarts...
