Senegal

Ganz im Westen Afrikas leitet Germaine Acogny eine der weltweit bedeutendsten Tanzschulen, die «École des Sables».

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Germaine Acogny, Sie haben 2004 zusammen mit Helmut Vogt nahe dem südlich von Dakar gelegenen Fischerdorf Toubab Dialao die Tanzschule «École des Sables» gegründet. In den Workshops, die Sie dort organisieren, begegnen sich junge Tänzerinnen und Tänzer aus diversen Regionen und Ländern des afrikanischen Kontinents.

Inwieweit kann Ihre Schule die Rolle eines Inkubators übernehmen? 
Zum einen ist die «École des Sables» ein Ort der Begegnung und der Konfrontation von Ideen, wo man sich über die jeweiligen Traditionen austauscht und einander Tanztechniken zeigt und weitergibt. Wir unterstützen den Nachwuchs in seiner Entwicklung und Kreativität. Und wenn der Nachwuchs von seinen Lebensbedingungen erzählt, fordern wir ihn auf, das mit dem Körper auszudrücken. Aber wir tun es in der Idee, dass es wichtig ist, sich auf seine Herkunft zu besinnen, weil man nicht versteht, wohin die Reise geht, und man auch nicht erwachsen wird, wenn man sich seiner Ursprünge und Wurzeln nicht bewusst ist. Aber das gilt für Tanz allgemein. Schon Béjart sagte zu mir, als ich bei ihm in der Mudra-Schule an der Stange übte: «Wenn du nicht geerdet bist, bekommst du das Bein nicht hoch!» Deshalb haben wir auch ...

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Tanz Jahrbuch 2025
Rubrik: Parkett international, Seite 164
von Thomas Hahn

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