Screening tanz 11/24
OSCAR
Wenn Christopher Wheeldon am anderen Ende der Welt choreografiert, ist Europa normalerweise außen vor. Hier ist es dankenswerterweise anders: Am 19. November streamt das Australian Ballet Wheeldons neueste Kreation «Oscar», die das Leben des Dichters Oscar Wilde mit Figuren und Bildern aus seinen Werken kreuzt. (Foto: Christopher Rodgers-Wilson) So wird nicht allein ein Pionier der Queerness auferstehen, den das Establishment ins Gefängnis warf.
Vielmehr tauchen mit ihm jede Menge extravaganter Damen und Herren wieder auf, die sonst durch seine Gedichte, Romane, Bühnenstücke geistern. Die Tickets für das bis 3. Dezember abrufbare Event gibt es über www.australianballet.com
3sat, www.3sat.de
23. Nov., 19.20 Uhr: «Theater und Demokratie – Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST», Erstausstrahlung
24. Nov., 12.05 Uhr: «Tanz des Lebens – Die Schüler*innen der Ballettkademie der Wiener Staatsoper, Film von Jennifer Rezny
3sat-Mediathek, www.3sat.de
Bis 12. Mai 2025: «Tanz aus Israel», Dokumentation
ARD Mediathek, www.ardmediathek.de
Ab 10. Okt.: «Toi! Toi! Toi! Das größte Dreispartenhaus der Welt», fünfteilige Dokuserie über das Stuttgarter Staatstheater: Vier junge ...
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Tanz November 2024
Rubrik: Kalender, Seite 46
von
CD des Monats
Gabriel Fauré
Der Erinnerung an den Freund und Kollegen John Cranko hat Kenneth MacMillan sein Ballett «Requiem» gewidmet, und er wählte dafür keine dunkle, dramatisch verzweifelte Komposition, sondern im Gegenteil ein Werk, das den Tag des Todes nicht als «Dies irae» deutet. In das «Requiem» von Gabriel Fauré fällt Licht, sehr viel Licht – nicht...
Als Tänzerin an John Neumeiers Hamburg Ballett habe man sie als «elegant» beschrieben, erzählt Kristina Paulin. Aber was heißt das bei einer Tänzerin – Eleganz? Vielleicht: dass da jemand seine Arbeit ernstnimmt, ohne zu verschleiern, dass es sich um Arbeit handelt. Das Publikum sieht, was für Anstrengung nötig ist, aber die Anmut der Bewegung ist der Lohn dieser...
Ein Blick in die Vergangenheit kann manchmal sehr beruhigend sein. Wer sich vergangenen Sommer ärgerte, dass Choreograf Richard Siegal trotz künstlerischer Erfolge und Publikumszuspruch von der Stadt Köln nach fünf Jahren gleichgültig in die Welt hinausgeschickt wurde (Nürnberg freut sich nun über einen Glamour-Choreografen), der weiß nach dem Besuch dieser...
