Abgetaucht

In «Deepstaria» durchleuchtet Wayne McGregor die Tiefen von Meeresgrund, Weltall und Vantablack. Thomas Hahn besichtigt das Ergebnis

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Es läuft gut für Wayne McGregor. Gerade wurde dem Mittfünfziger angetragen, nach vier Jahren als Kurator der «Biennale di Danza» in Venedig zwei weitere Jahre dranzuhängen. Selbstredend sagte er zu. Daheim in London tummelt sich der Liebhaber Künstlicher Intelligenz (KI), getanzter Mikrobiologie und Neurologie im Metaverse.

Die von ihm angestoßenen Begegnungen zwischen Tanz und wissenschaftlicher Forschung, vertreten durch Biolog*innen, Mediziner*innen und KI-Entwickler*innen, erkunden seit drei Jahrzehnten, wie Bewegungskunst und hypermoderne Technologien einander neue Möglichkeiten eröffnen. Dass sich der Brite selbst mit Avataren blendend versteht, ist spätestens seit «ABBA Voyage» klar: McGregor ließ die schwedischen Popstars aus dem Vintage-Regal als körperlose Projektionen auferstehen und zog damit bislang über zwei Millionen Zuschauer*innen an. Im vergangenen Juni hat König Charles III. den Tanzdesigner zum Ritter geschlagen, was ihm den Titel CBE eintrug: Commander of the British Empire.

Von Montpellier nach Hongkong
Wer so strahlt und leuchtet, darf sich frei fühlen und kann auch mal ein Stück riskieren, in dem unendliche Finsternis regiert. In «Deepstaria», das Anfang ...

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Tanz November 2024
Rubrik: Produktionen, Seite 13
von Thomas Hahn

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