Screening 6/24
DIE GLASMENAGERIE
Abschiedsrunde für John Neumeier beim Hamburg Ballett – das ist nicht nur mit seiner letzten Uraufführung (S. 31) verbunden und mit einem Filmporträt (S.
61), sondern auch mit einer Erstausstrahlung bei Arte: «Die Glasmenagerie» nach Tennessee Williams hat der Choreograf im Dezember 2019 (tanz 1/20) herausgebracht, mit einer fulminanten Alina Cojocaru als Laura, einer hinreißenden Patricia Friza in der Rolle ihrer Mutter … man müsste sie alle nennen, derart unvergesslich ist der Cast, der das emotionale Drama einer US-Südstaatenfamilie in ebenso unvergessliche Tanzbilder übersetzte. Arte zeigt die Inszenierung am 30. Juni, 23.45 Uhr; www.arte.tv
3sat-Mediathek, www.3sat.de
Bis 4. Aug.: «Dance around the World: London»: Choreograf Eric Gauthier reist nach London und trifft Akram Khan, «Harry Potter»-Choreograf Wayne McGregor und Marianela Núñez, Principal Dancer beim Royal Ballet, Film von Andreas Ammer
Bis 12. Mai 2025: «Tanz aus Israel», Dokumentation
ARD Mediathek, www.ardmediathek.de
Bis 23. Dez.: «Crankos Traum – Die Talentschmiede des Stuttgarter Balletts», Dokumentarfilm, SWR
Bis 22. Sept. 2027: «Egon Madsen – Joker der Tanzwelt», Dokumentation über ...
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Tanz Juni 2024
Rubrik: Kalender, Seite 44
von
John Neumeier findet immer wieder geborene Tanzschauspieler für seine Handlungsballette. Seltener vielleicht als früher, als die Persönlichkeiten seiner weiblichen oder männlichen Musen ganze Meisterwerke inspirierten, aber es gibt sie noch inmitten der hochvirtuosen, selbstgewissen Youngsters bei den Wettbewerben: diese eher verträumten Interpreten, diese Tänzer...
Der Mensch als Material, wie ein Klumpen Lehm oder Ton. Wer ist es, der ihn knautscht, an ihm zupft, ihn streichelt, haut, zerteilt? Das fragt Shahar Binyaminis «More than». So wie das Vergleichswort im Titel fehlt, grundiert Unvollständigsein die anregende Choreografie: etwas zu tun oder zu sein, aber nur fast. Nie fertig. Zu Beginn des Stückes, das in Bonn im...
Mit Rabih Mroué, Omar Rajeh und Arkadi Zaides haben wir drei Künstler aus dem Libanon und Israel nach ihren Strategien künstlerischen Handelns gefragt. Vor dem Hintergrund der Konfliktlinien im Nahen Osten und den Debatten in Deutschland und Europa zu Antisemitismus, Kolonialismus und Rassismus nehmen sie radikal individuelle, kritische Positionen ein, die uns...
