Screening 5/20

Friedemann Vogel

Der Untertitel des Films lautet «Verkörperung des Tanzes», und Katja Trautmann verspricht nicht zu viel. Das Körperliche steht zunächst im Vordergrund, während aus dem Off die Stimmen von Márcia Haydée, Reid Anderson, Tamas Detrich das Phänomen «Friedemann Vogel» zu erklären suchen. Guillaume Côté, der zeitgleich mit ihm gerade die Solo-Performance ­«Cadavre exquis» ent­wickelt, nennt ihn einen Freak. «Sein Körper ist übermenschlich.

» Selbst wenn das stimmt, und vieles lässt darauf schließen, zeigt sich der Starsolist des Stuttgarter Balletts in «Friedemann Vogel» nicht zuletzt von seiner menschlichsten Seite: immer gesprächsbereit, nie probenmüde, selbst auf der Liege des Physiotherapeuten noch «völlig losgelöst», wie er es selber einmal beschreibt. Alicia Amatriain kommt zu Wort, Polina Semionova, Nicolas Le Riche, Volker Schlöndorff und viele andere. Und während Friedemann Vogel – eine der stärksten Szenen der Ein-Stunden-Dokumentation – scheinbar schwerelos von einem Ort der Welt zum anderen tanzt, durch einen Ziergarten in Tokio, auf dem Tempelhofer Feld, im Foyer der Stockholmer Oper, bleibt er doch immer er selbst und auf dem Boden: ein einmaliger Tänzer, ...

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Tanz Mai 2020
Rubrik: Kalender, Seite 40
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