Screening 1/20

Tanz - Logo

Giselle

Es ist ja nicht so, dass das Moskauer Bolschoi einen Mangel an «Giselle»--Versionen zu beklagen hätte. Seit 1986 war Yuri Grigorovichs Fassung in -regelmäßigen Abständen zu besichtigen, 1997 gesellte sich noch Vladimir -Vasilievs Interpretation hinzu. Trotzdem sah Ballettchef Ma-khar Vaziev nach zwanzig Jahren Ergänzungsbedarf – und beauftragte einen seiner Vorgänger mit dieser Mission: Alexei Ratmansky.

Gemeinsam mit seiner Frau Tatjana hat sich der inzwischen in New York lebende Choreograf in den letzten Jahren als Rekonstruktionsexperte einen Namen gemacht – dank etlicher Klassiker-Revisionen, darunter «La Bayadère» für das Staatsballett Berlin. Nun also «Giselle», das 1842 marktreif polierte Juwel aus der romantischen Werkschatulle, das von Liebe, Verrat und Tod erzählt in Gestalt eines Winzermädchens, das selbst -einem treulosen Galan noch das Leben rettet. Ratmanskys Arbeitsergebnis hat die -Kritiker rundum überzeugt – warum, davon man kann sich im Kino überzeugen, am 26. Januar in einer Live-Übertragung aus dem Bolschoi.

www.tanzimkino.de
 

Ballett im Kino

Live aus dem Bolschoi-Theater in Moskau, www.tanzimkino.com
26. Jan., 16.00h: «Giselle» von Alexei Ratmansky, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2020
Rubrik: Kalender, Seite 46
von

Weitere Beiträge
Päpstlich: Mikhail Baryshnikov

2019 kam Fernando Meirelles‘ Film «Die zwei Päpste» ins Kino, eine Art Doku-Fiction über Benedikt XVI. alias Joseph Aloisius Ratzinger, dargestellt von Hollywoods Bösewicht Anthony Hopkins. In Lettland, am Nationaltheater in Riga, erschien derselbe Papst, dargestellt von niemand Geringerem als Amerikas göttlichem Wundertanzknaben Mikhail Baryshnikov. Der 71-Jährige...

Greifswald/Stralsund: Ralf Dörnen «Und die Seele unbewacht»

Drei Abende lang hätte der «Tristan» dauern sollen. Doch John Cranko starb 1973, bevor er sein ambitioniertes Projekt in die Tat umsetzen konnte. Erhalten hat sich sein Konzeptpapier sowie eine Komposition von Hans Werner Henze aus dem Todesjahr des Choreografen, die das Thema vorbereiten sollte: «Tristan. Preludes für Klavier, Tonbänder und Orchester».

Wenn auch...

Abglanz einer Epoche

Das Theater war längst abgebrannt, er aber mochte sich nicht von ihm trennen. Also hielt er das  untergangene Ambiente noch in seinen Bildern fest, obwohl die Wirklichkeit längst eine andere war. 1873 versank das Opernhaus in der Pariser Rue Le Peletier in einem Flammenmeer, zwei Jahre später wurde das goldprotzige Palais Garnier in Betrieb genommen. Edgar Degas...