Schulstunde

John Neumeier zeigt mit «Hamlet 21», dass er noch nicht fertig ist mit dem Dänenprinzen.

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Es ist was faul im Staate Neumeier. Oder zumindest noch nicht zu einem befriedigenden Abschluss gelangt. Immer wieder beschäftigt sich der Intendant des Hamburg Ballett mit dem «Hamlet»-Stoff, insgesamt fünf Choreografien entstanden in 45 Jahren nach der Vorlage: «Hamlet Connotations» 1976 in New York, überarbeitet zu «Der Fall Hamlet» in Stuttgart. 1985 das historisierende, nicht auf Shakespeare, sondern auf Saxo Grammaticus basierende «Amleth» in Kopenhagen zur Musik von Michael Tippett.

1997 «Hamlet» in Hamburg, zur gleichen Musik wie in Kopenhagen, inhaltlich aber in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts verlegt. Schließlich 2016 als Teil der Triple Bill «Shakespeare Dances».

Und jetzt «Hamlet 21», ursprünglich geplant als Weiterentwicklung der 1997er-Choreografie, während der veränderten Probenpraxis im Corona-Lockdown ergänzt um eine Rahmenhandlung, die die Arbeit freilich zu einem eigenständigen Werk macht. Eine Schulstunde: Polonius (Ivan Urban) unterrichtet Hamlet (Alexandr Trusch) und Horatio (Nicolas Gläsmann) in dänischer Geschichte, und weil Urban seinen Stoff mit der Überzeugungskraft des engagierten Pädagogen (und mit einer tänzerischen Expressivität, die den ...

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Tanz August/September 2021
Rubrik: Produktionen, Seite 15
von Falk Schreiber

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