Rückwärtsgehen
Egal, wo man das Buch aufschlägt: Die Lektüre verspricht, spannend zu werden. Seite 116 beispielsweise, ein eher beiläufiges Thema. Da wird erklärt, dass sich beim Sitzen unsere Beckenschalen nach vorne verbiegen. Das wiederum drückt direkt auf die Wirbelsäule und verursacht letztlich Rückenschmerzen. Julia F. Christensen und Dong-Seon Chang wissen Rat: «Wenn Sie rückwärtsgehen, wird dieser Effekt rückgängig gemacht. Die Beckenschalen kommen beim Strecken des Beins nach hinten wieder in Form, und Ihrem Rücken wird eine große Last genommen.
»
Und nicht nur das: Das Rückwärtslaufen hat noch andere «tolle Nebeneffekte», wie eine Studie am China Institute of Sport Science in Beijing belegt. Bei siebenjährigen Kindern habe das tägliche Rückwärtsgehen zu einer deutlichen Verbesserung des Gleichgewichts geführt. Auch fanden Forscher in Italien heraus, dass sich bei Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefizit (ADHS) die Probleme erkennbar verringern, wenn sie täglich nur zehn Minuten lang rückwärtsgehen. Fazit: «Rückwärtsgehen ist also ein Aufmerksamkeitstraining, das Sie gratis beim Tanzen dazubekommen.» So beim Tango, wie die ehemalige Ballerina aus Dänemark in einem persönlichen Statement ...
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Tanz Dezember 2018
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Hartmut Regitz
In Kigali, der Hauptstadt von Ruanda, steht das Vier-Sterne-Hotel «Des Milles Collines», das Hotel der tausend Hügel. Die Reichen und die Schönen treffen sich am Swimmingpool. Gleich neben dem großen Becken hat man eine Bühne improvisiert für das National Ballet of Rwanda. Diese Kompanie der tanzenden Sänger und singenden Tänzerinnen ist gleich alt wie das im Stil...
Schon beim Ballett «Le Sacre du printemps» gab’s die Musik nur am Klavier. Und auch für «Beethovens Neunte» wählt Mauro de Candia eine Transkription, und das aus innerer Überzeugung – und nicht etwa aus praktischen Erwägungen, weil das Original mit Orchester, Chor und Gesangssolisten an einem Theater wie dem von Osnabrück als Repertoire-Aufführung kaum machbar...
Als ein «Fanal des neuen deutschen abendfüllenden Balletts in der Nachfolge von Noverre und Heine» wurde «Abraxas» 1948 in München gefeiert – aber die kultusministeriell als skandalös klassifizierte «Faust»-Adaption ist heute ebenso verschwunden und vergessen wie der Name ihres Choreografen Marcel Luipart. Luigi Manzottis «Excelsior» war 1881 ein Riesenerfolg an...
