Robyn Orlin - Choreografin mit Widersprüchen
Robyn Orlin ist ehrlich, hat nichts zu verbergen. Olivier Hespel durfte in jeden Winkel der südafrikanischen Choreografin mit Berliner und Pariser Wohnsitz schauen. Daraus entstand «Robyn Orlin – fantaisiste rebelle», eine Biografie, in der die Choreografin fast untergeht. Sie handelt von künstlerischen Prozessen, auch ihrer Produktion mit dem Pariser Opernballet: erst in Stichworten, dann chronologisch, zuletzt analytisch.
Gefolgt vom Wortlaut mehrerer Interviews, Treibstoff einer Collage, die von Orlins Lust am spielerischen Risiko bis hin zu ihrer Sensibilität für die Persönlichkeit ihrer Interpreten reicht.
Der Band, erschienen bei Editions Attribut, ist ein handliches Werkzeug: für Orlin-Forscher. Auf dem Deckel steht Orlins Maxime: «Nicht sich festfahren lassen, Bewegung und daher auch Widersprüche schaffen, genau das ist meine Rolle als Künstlerin.» Was das Buch nicht erklärt, ist, warum Orlins Widersprüche manchmal hinken, etwa wenn sie mit südafrikanischen Pantsula-Tänzern arbeitet. Für das Festival d’Automne kam sie zuletzt in «Still Life With Homeless Heaven and Urban Wounds ...» nicht über Selbstzitate hinaus. Vusi Mdoyi und seine Kompanie Via Katlehong Dance durften ...
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