Robert North «Beethoven!»

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Aus dem Sarg klopft es. Die Trauergäste erstarren. Da will der Erzähler in die schwarze Kiste hineinschauen – und zwischen seinen Beinen krabbelt ein junger Beethoven hervor. Mit dem Tod des Musikergenies beginnt sein Leben: Robert North, Ballettchef des Gemeinschaftstheaters Krefeld/Mönchengladbach, ehrt den Komponisten zum 250. Geburtstag mit einem biografischen Erzählballett in historisierender Ausstattung. 

Es gibt gute Gründe, diese Produktion zwischen leichtem Humor und tragischem Ernst zu mögen.

Da ist ein starkes Konzept, das die Lichtgestalt Ludwig mit seinen zahlreichen Gesichtern dreiteilt. Der Erzähler mit grauer Mähne (Intendant Michael Grosse) verkörpert den sprachgewaltigen, alternden Künstler, ein Tänzer (Alessandro Borghesani) den ungestümen, jungen Freigeist, und der Pianist André Parfenov interpretiert am Klavier auf der Bühne das tragische Genie – und seine Kompositionen. 

Diese Konzeption ermöglicht es, Beethoven nicht nur als Komponisten aufs Podest zu heben, sondern auch den visionären Intellektuellen und seine Abgründe zu beleuchten. Der historische Hintergrund der französischen Revolution und ihrer Nachwehen wird greifbar in Beet-hovens Schlagfertigkeit. ...

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Tanz April 2020
Rubrik: Beethoven, Seite 17
von Bettina Trouwborst

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