«RETE» Italien
Lang lebte die zeitgenössische Tanzszene von Erinnerungen. Zwei Generationen Tänzer hatten sich von Carolyn Carlson inspirieren lassen und/oder zehrten von ihren Studienaufenthalten in New York … Aber Neues spross wenig in Italien, während die Avantgarde von einst langsam ranzig wurde. Verrückt, denn Theater aller Größen und sogar vorsichtig neugieriges Publikum gibt es dort doch. So erzählen zwei Handvoll glühender Graswurzel-aktivisten, die vor ca. fünf Jahren begannen, ein neues Netz (ital. «Rete») über ihr Land zu spannen.
Acht Regionen sind bisher verbunden im leidenschaftlichen Einsatz für die Zukunft: Damit kommende Choreografenjahrgänge eine Infrastruktur und möglichst viel Sichtbarkeit bekommen. Das informelle Netzwerk sorgt für Fortbildung in Residenzen und erste internationale Kontakte, für Aufführungsmöglichkeiten in Theatern und auf Festivals. Es organisiert Talentschaufenster, die Vetrine della Giovane Danza d’Autore, in denen sich der choreografische Nachwuchs ausprobieren kann. Auch eine umfängliche regionale Datenbank zum und für den Tanz wird sukzessive gepflegt. Darüber hinaus sind die Initiatoren und Organisatoren persönlich ansprechbar, teilen ihr Wissen aus ...
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Tänzerin des Jahres
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(Foto: Wilfried Hösl)
"Man fragt sich oft, warum tue ich mir das an?" hat Lisa-Maree Cullum mal in einem Interview gesagt. Zum Glück hat sich die gebürtige Neuseeländerin, die seit 1998 im Bayerischen Staatsballett tanzt, bislang nicht von...
