Villa Sul in Salvador de Bahia, Foto: Goethe-Institut
Residenzen
Susanne Traub, nach welchen Kriterien werden Tänzerinnen und Tänzer, Choreografinnen und Choreografen für eine Residenz ausgewählt? Was müssen sie vorweisen? Inzwischen haben wir ein komplexes Residenzprogramm, das auch aus meiner Abteilung, die für Tanz und Theater zuständig ist, bespielt wird. Wir haben zwei feste Orte, zum einen die Villa Sul in Salvador de Bahia, Brasilien, zum anderen seit sieben Jahren die Villa Kamogawa im japanischen Kyoto – ein ehemaliges Goethe-Institut, das zum Residenzort umgebaut wurde.
Für die Villa Kamogawa gibt es ein Bewerbungsverfahren, der Aufenthalt ist auf drei Monate angelegt. Die Künstler bewerben sich mit einem Vorhaben, für das sie einen Rückzugsort brauchen und sich gleichzeitig mit der japanischen Szene befassen möchten. Manchmal sind das Forschungsinhalte, bei den Tanztheaterleuten sind es meist Zeremonien oder das Noh-Theater, die sie vor Ort studieren wollen.
Gibt es spartenübergreifende Kontakte? Inzwischen gibt es viele interdisziplinäre Ansätze. Kamogawa ist unser einziger Residenzort für alle Sparten, für Bildende Künstler, Musiker, Literatur- und Theaterschaffende. Es können immer vier Stipendiaten gleichzeitig vor Ort sein, und ...
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Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Labore der Zukunft, Seite 78
von Eva-Elisabeth Fischer
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