Reggio emilia en tour
Sie hat ihren Fortgang aus Roubaix, wo sie die Leitung des Centre chorégraphique national an Olivier Dubois übergeben hat, bestens verdaut. Sie wurde gut aufgefangen, ist für zwei Jahre am Théâtre National de Chaillot als artiste associé untergeschlüpft. Praktisch das gesamte Ensemble hielt Carolyn Carlson die Treue. Künstlerisch scheint sich der Tapetenwechsel positiv ausgewirkt zu haben. Die Neuproduktion «Now» ist schlüssig konzipiert und brillant getanzt. Es beginnt mit Bildern leerer Häuser und der Erinnerung an das Familienleben, das dort einst stattfand.
Auch Carlson musste im Frühjahr ihre angestammte Pariser Wohnung verlassen und sich eine neue Bleibe suchen. In «Now» erinnert sie sich daran, zugleich evoziert sie entscheidende Momente ihres Lebens so, als gehörten sie zu einem fremden Dasein. Der Titel jedoch verrät ihr eigenes Ideal: der Vergangenheit nicht nachtrauern. Carlson konzentriert sich auf den Augenblick. «Home is now», heißt es zum Schluss.
Die Choreografin hat ihre Hausphilosophie, auch auf der Bühne. Viele ihrer Stücke nähren sich aus den Schriften Gaston Bachelards, hier konkret aus «Die Poetik des Raumes». Dazu gesellen sich «Ways of Seeing» von John ...
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Tanz März 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 50
von Thomas Hahn
_____deutschland
On tour
Die Kibbutz Contemporary Dance Company aus Israel zeigt mit «If at All» eine neue Arbeit ihres künstlerischen Leiters Rami Be’er: Friedrichshafen, 10. März; Ludwigshafen, Theater im Pfalzbau, 12. März; Neuss, 15. März; Hameln, 17. März; Leverkusen, Forum,
19. März; Fulda, 21. März; Offenburg, 22. März; Rüsselsheim, 24. März; Schweinfurt,...
ausschreibungen_____
«The Solo Dance Contest 2015»
during the «Gdansk Dance Festival 2015». Open for dancers of contemporary dance who have a documented artistic activity or/and are professional dancers with a diploma of dance studies. Participation in the contest for a solo is permitted for solos that are autonomous solo performances, the premiere of which took...
Sie war «Die Scheinwerferin» (2011), sie sorgte für «Absolute Helligkeit» (2012). Sie hat einst mit Morgan Nardi die Tanzszene erobert. Heute tut sie das mit Thomas Lehmen. Wer ihre Performances erlebt, ahnt, dass die Tanzbühne selber träumen kann, dass auch das Theater ein Unbewusstes besitzt, dass die kahlen Orte, die sonst Tänzer mit Körpern und mit Sinn...
