Ratmansky for resident
Die derzeit fähigsten Ballettchoreografen international sind, schreibt die New York Times, Christoper Wheeldon und Alexei Ratmansky. Ersterer hat letztes Jahr die Stelle als resident choreographer beim New York City Ballet aufgesteckt, um sich um seine neue eigene Kompanie Morphoses zu kümmern. Das NYCB streckte begehrlich seine Fühler nach Ratmansky aus. Aber der war noch nicht so weit, seinerseits dem Bolshoi zu kündigen, dessen Künstlerischer Leiter er war. War, denn jetzt hat er es doch getan. Schade für Russland.
Der 40-jährige Ratmansky hat die dortige Ballettlandschaft nachweislich und gegen manche Widerstände tüchtig belebt. Gut für Amerika. Besonders glücklicher Nutznießer ist nämlich die nächsten fünf Jahre lang das American Ballet Theatre. Die «andere» New Yorker Truppe braucht auch dringend eine Frischzellenkur. Ihr Repertoire gilt als konservativ, es fehlen zündende neue Choreografien. Time for a change à la Bolshoi, also – für Ratmansky bekannte Töne. Und in Moskau hat er schon bewiesen: Yes, he can.
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