Pionierin des Creative Dance in den USA
Umgänglich war sie nicht. Von den herben, markanten Gesichtszügen lässt sich auf ihr Wesen schließen. Die Tanzpionierin Barbara Mettler (1907 – 2002), Begründerin des Creative Dance in Amerika, galt ihren Studenten dennoch als «high priestess of kinesthetic sense». Sie unterrichtete bis ins hohe Alter von 91 Jahren in ihrem Studio in Tucson/Arizona. Dort hat Gabriela Jüttner, Leiterin des Zentrums für Tanz und Bewegung/Akademie für Tanzpädagogik Bochum, 1998 noch bei der Old Lady studiert. «Sie war kratzbürstig und schwierig», lacht die Tanzpädagogin.
Mettler legte Wert darauf, als Künstlerin und nicht als Therapeutin gesehen zu werden. Sie verstand Creative Dance als künstlerische Form des Ausdrucks. Dafür galt es, den kinästhetischen Sinn, also das Bewegungs- und Wahrnehmungsempfinden, zu wecken und zu nähren. Jüttner: «Sinn des Creative Dance ist es nicht, vor einem Publikum aufzutreten, man tanzt für sich selbst.» Ein Auditorium sei zugelassen, aber nur als Teil der Aufführung. Anfangs hatte Mettler ihre eigene Company. «Sie improvisierten stundenlang, mit und ohne Zuschauer», erzählt die Pägagogin, die selbst auf der Basis von Mettlers Methode arbeitet.
Jüttner stellt ihre ...
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