Henrietta Horn
Henrietta Horn
im Sommer 2008 geben Sie die Leitung des Folkwang Tanzstudios ab – «nach neun spannenden, nervenaufreibenden, glücklichen, unvergleichlichen, finanzschwachen, emotionalen, lehrreichen, anstrengenden, üppigen, spannenden Jahren», wie es in Ihrer Mitteilung heißt. Was war so spannend? Alles. Allein schon der Anfang. Ich habe hier, relativ spät, ein vierjähriges Studium absolviert, an das sich ein einjähriges Graduiertenprojekt an der Hochschule anschloss. Und war danach als Choreografin ein Jahr freiberuflich tätig.
Lutz Förster leitete da zusammen mit Pina Bausch das Folkwang Tanzstudio. Als er die Leitung aufgab, wurde ich gefragt. Ich kannte weder Pina, noch wollte die Hochschule meine Position finanzieren, nachdem Lutz Förster das FTS neben seiner Lehrtätigkeit betreut hatte: eine unerfreuliche, aber auch spannende Situation. Einerseits wurde ich gefragt, andererseits hatte jeder eine klare Vorstellung davon, wie ich meine Arbeit machen solle. Da lernt man kämpfen.
Sie waren nicht angestellt? Ich wurde angestellt. Aber für drei, vier Jahre gab es ein merk- und auch fragwürdiges Vertragskonstrukt. Mit dem neuen Hochschuldirektor schwanden diese Schwierigkeiten. Er ...
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Daniela Kurz lässt sich auf keinen Kompromiss ein. Am Ende ihrer zehnten Spielzeit am Staatstheater Nürnberg macht sie Schluss mit dem Tanztheater – am 17. Mai unter dem Titel «Nächster Halt: Freiheit», eine Recherche, die sich mit der politischen Dimension der Kunst auseinandersetzt. Schon im Vorfeld waren die Bürger der Stadt gefragt. Während des Arbeitsprozesses...
Nicht alles ist Tanz. Aber überall ist Tanz. Wie beim Siegtreffer der DDR am 22. Juni 1974 gegen die BRD während der Fußball-WM. Der Schütze: Jürgen Sparwasser. Hamburger Volksparkstadion, 21.03 Uhr. 34 Jahre später spielt, tanzt, dribbelt der Schweizer massimo furlan noch einmal diese Partie, 90 Minuten, allein, aber akkurat: jede Bewegung von Jürgen Sparwasser....
Sasha Waltz hat Pech: Erst setzte Bernd Wilms vom Hauptstadtkulturfonds die weitere Förderung der Berliner Choreografin aus. Was bedeutet, sie muss 875 000 Euro suchen. Der Berliner Haushalt gibt ihr nur 600 000 dazu und wird kaum die neue Fehlsumme in voller Höhe übernehmen. Dann sollte Sash Waltz den ganz großen, in Thessaloniki vergebenen Europäischen Preis für...
