Personalien 2/24
Newcomer
DANIELE VARALLO , KEITH CHIN, LAURA WITZLEBEN
Rostock ist ein hartes Pflaster für den Tanz. Immer wieder wurde überlegt, die Sparte am finanziell wie baulich maroden Volkstheater einzustellen, die Erhaltung wurde regelmäßig durch schmerzhaftes Schrumpfen des Ensembles erkauft. Und das obwohl Tanz hier unter Katja Taranu durchaus erfolgreich war und die Ostseemetropole wirtschaftlich gar nicht schlecht dasteht.
Seit dieser Spielzeit stehen Daniele Varallo, Keith Chin und Laura Witzleben nach Taranus unfreiwilliger Demission einer winzigen Kompanie von gerade mal sieben Tänzer*innen vor, einer Kompanie, die zudem zur Unterstützung des Musiktheaters herangezogen wird. Dennoch wagt das Trio die Flucht nach vorne, indem es die sieben Tänzer*innen so divers wie irgend möglich zusammengestellt hat. Der 50-jährige Norikazu Aoki tanzt hier neben Corinne Kälin, die frisch vom Studium kommt, und Alan González Bravo, der schon seit einigen Jahren in Rostock ist. Und alle sieben bringen unterschiedliche tänzerische Hintergründe mit.
Was in «Wildes Leben», der ersten großen Premiere unter der neuen Leitung, deutlich wird. Witzleben hat ein Ensemblestück choreografiert, das die ...
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Tanz Februar 2024
Rubrik: Sidestep, Seite 20
von
Tanz in der Cloud
Hamburg Ballett
Das Prinzip ist so einleuchtend, dass man sich fragt, weswegen bislang noch niemand auf diese Idee gekommen ist: John Neumeiers Hamburg Ballett archiviert Material zum Repertoire der Kompanie in einer Videoplattform namens «Dancing Cloud». Aufführungen und zunehmend Proben werden aus teilweise unterschiedlichen Perspektiven...
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Der Name ist ein Markenzeichen: Die Kanadierin Crystal Pite hat sich an die Weltspitze choreografiert. Warum das so ist, zeigt auch ihre jüngste Produktion. Wir stellen sie vor
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Dieses farbige Berliner Festival steht für den Aufschwung eines ganzen Genres: Tanz für junges Publikum. Wir erkunden, was den Charme und den Erfolg des Formats ausmacht
«Neues Wiener Journal», 30. Jänner 1924. Mit dem Autoren-Kürzel _r. gezeichnet, hatte er/sie offenbar nicht nur mit der Choreografin gesprochen, sondern auch eine Probe verfolgt. Der zweite Teil des vierteiligen Tanzdramas «Gewalten des Lebens» – und nur der ist vor allem durch die Einstudierung zweier ehemaliger Bodenwieser-Tänzerinnen aus Wien nebst einer...
