Personalien 10/24

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Adieu
Rebecca Horn
33 Schreibmaschinen hängen von der Decke der Hamburger Kunsthalle. Sobald jemand den Raum betritt, beginnen die Maschinen zu klappern, chaotisch, aggressiv, erratisch. Wie ein Insektenschwarm, der plötzlich lautstark um einen herumschwirrt, ohne böse Absicht, aber dennoch beunruhigend. Zumal ein Blindenstock dazu den Takt auf den Fußboden schlägt.

«Chor der Heuschrecken» (1991) ist eine Installation, die als exemplarisch für die Kunst von Rebecca Horn gelten kann: irritierend, lustig, performativ, immersiv – ein Objekt, das zwar eindeutig Bildende Kunst ist, aber auch in Literatur (die Schreibmaschinen!) und Musik (der Chor!) ausgreift, also gattungsübergreifend wirkt. Nicht von ungefähr lösen Bewegungsmelder die Mechanik der Installation: Wer in den Raum kommt, bringt die Schreibapparate zum Tanzen.

Immer wieder ließ Horn solche kinetischen Konstruktionen vor sich hin rasseln, viele davon sind aktuell im Rahmen der Retrospektive «Rebecca Horn» im Münchner Haus der Kunst zu sehen und dokumentieren, warum sich die Künstlerin nach Aussage ihrer Kuratorin Jana Baumann in erster Linie als Choreografin begriff: Sie sind performativ wie das filigrane Stahlobjekt «Kiss ...

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Tanz Oktober 2024
Rubrik: Side step, Seite 10
von

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