People come and go

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Party talk stays always the same», schrieb die amerikanische Schriftstellerin Gertrude Stein. Sie hat Recht. Übers Wetter redet man schon immer, wenn man Wichtigeres nicht sagen möchte. Und gern über Abwesende, wobei gilt: Der oder die Abwesende ist nicht persönlich gemeint; man unterhält sich über Pina Bausch nur (S. 26) um auszuloten, was man gemeinsam denkt. Besonders beliebt, ja grassierend ist dagegen ein «Ich», das immerzu «Ich» sagt, «Ich auch» oder «Bei mir war das so» oder fast schon höflich: «Wo du das sagst, fällt mir dazu ein ...».

Mit Alain Platel kann man behaupten: Je weniger die Menschen in Verbänden, Kommunen und Familien leben, desto häufiger redet ein Ich vom «Ich», das sagen möchte: «Ich will auch dazugehören, wenigstens bei eurem Gespräch.» Doch nur eine Minderheit ist in der Lage, eine interessante Geschichte zu erzählen. Und das wäre auch sicher keine Geschichte, die mit «Ich» beginnt. Je leerer aber die Welt von Beziehungen, desto gefragter scheint sie wieder zu werden, die Meinung. «Wie fandest du den Tanzabend?», ist allerdings auch so eine Frage, die nichts über den Tanz wissen will, nur über das Teilen eigener Befindlichkeiten. Was ziemlich unfair ist, ...

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Tanz Juli 2007
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Redaktion

Vergriffen
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«Die Tempeltänzerin» von Terence Kohler

Knarzende Türen, leiernde Tonbandaufnahmen, der umgekippte Kopf einer Götterstatue und düstere Schattenspiele: Beginnt so ein klassisches Ballett, noch eins nach Marius Petipas berühmter «Bayadère»? Es liegt nah in diesem wehen Anfang von Terence Kohlers «Die Tempeltänzerin», den Verweis auf eine rostige Vergangenheit zu sehen. Zudem Cineastisches in der Luft...

Der Tänzerversteher: Michael Laub

«Jeder Fotograf macht Portraits und jeder Maler. Nur auf der Bühne gibt es sie nicht. Warum?», fragt Michael Laub, dessen unnachahmlich sanft kratzende Stimme klingt, als dulde sie keinen Widerspruch des selbst gestellten Rätsels: «Die einzige Antwort, die ich bisher gefunden habe: Man kann ein Portrait nicht proben. Man kann es nur herstellen.»

Natürlich gibt es...

Me, myself, and I: Sarah Chase.

The story’s the thing. It’s what, I’d imagine, starts things off for Canada’s premiere dance storyteller, Sarah Chase. Her graceful words and movement intermingle with wonder and loss. Born in the Vancouver area, and formerly based in Toronto, Chase returned to her West Coast roots just a few years ago, with a move to Hornby Island in British Columbia (that is...