Patricia Carolin Mai «Rockoko»
«Ich möchte einen Tanz für euch tanzen», heißt es nach ungefähr der Hälfte des Stücks, «und das ist der Tanz, in dem ich einen Rock anziehe, weil ich wissen will, wer ich alles sein kann.» Womit der Inhalt von Patricia Carolin Mais «Rockoko» schon recht genau umrissen ist: Es geht um Selbsterfindung und um Selbstermächtigung, und zwar mit den Mitteln des Tanzes. Oder vielleicht doch nicht? Mai ist eine talentierte Choreografin, vor allem aber ist sie eine Kommunikationsspezialistin, die es schafft, auf künstlerischem Weg Verbindungen zwischen Menschen herzustellen.
2025 gründete sie die «Mai:Company», ein in Bezug auf Alter, ethnischen Hintergrund, Geschlecht und nicht zuletzt tänzerische Erfahrung extrem diverses Ensemble aus mehr als 110 Menschen. «Rockoko» im Hamburger Produktionshaus Kampnagel ist das erste gemeinsam erarbeitete Stück.
Das als Kunst ebenso funktioniert wie als Community Dance. Man spürt, dass es den Teilnehmer*innen wichtig ist, Verbindungen untereinander herzustellen, aber das Projekt ist keine reine tanzpädagogische Maßnahme, für Mai ist «Rockoko» in erster Linie – Kunst. Immer wieder gelingen ihr dabei Bilder von großer Wucht, etwa, wenn die ...
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Tanz Juli 2026
Rubrik: Kalender, Seite 36
von Falk Schreiber
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Es gibt Filme, deren Storyboard erst mal gar nichts verkehrt macht. Und trotzdem fällt das Endergebnis seltsam zwiespältig aus. Weil die Regie zu keiner Entscheidung findet – Beziehungs- oder Politdrama? Weil die Stationen so vorhersehbar abgespult werden wie die Figurenkonstellation es eben hergibt. Weil die Schauspieler*innen eigentlich keine andere Leistung...
Augsburg Staatstheater «Mozart-Requiem», Tanztheater von Peter Chu. martini-Park, 9. Juli www.staatstheater-augsburg.de
Berlin
Ballhaus Naunynstraße Premiere «Arrival of the Village», dokumentarische Choreografie von Magda Korsinsky, die sich auf die Suche begibt nach Vorbildern, Räumen und Narrativen für Schwarze FLINTA*. 1.–5. Juli www.ballhausnaunynstrasse.de
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