«Dreams – gefährliches Verlangen»
Es gibt Filme, deren Storyboard erst mal gar nichts verkehrt macht. Und trotzdem fällt das Endergebnis seltsam zwiespältig aus. Weil die Regie zu keiner Entscheidung findet – Beziehungs- oder Politdrama? Weil die Stationen so vorhersehbar abgespult werden wie die Figurenkonstellation es eben hergibt. Weil die Schauspieler*innen eigentlich keine andere Leistung vollbringen als Fassaden auszustellen: super Aussehen, schicker Sex und mittendrin Machtspielchen, bis das Gegenüber in einer perfiden Falle baumelt.
Das alles beispielsweise vor dem Hintergrund eines schwerreichen California-Clans auf der einen, mexikanischer Armutsmigration auf der anderen Seite.
So in etwa läuft es in «Dreams – Gefährliches Verlangen», für den der Mexikaner Michel Franco verantwortlich zeichnet. Tanz-Aficionados dürften die eineinhalbstündige Saga gleichwohl goutieren: In der männlichen Hauptrolle springt Francos Landsmann Isaac Hernández über die Leinwand, Principal des American Ballet Theatre, Ex-Lebensgefährte der Direktorin des San Francisco Ballet, Tamara Rojo – und genau dort fädelt das Drehbuch die Geschichte ein. Mit der Anlandung eines Tänzers: Fernando lässt sich von Mexiko nach Kalifornien ...
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Tanz Juli 2026
Rubrik: Side step, Seite 13
von Dorion Weickmann
Ironie des digitalen Zeitalters: Sekunden, nachdem wir per Ansage aufgefordert werden, unsere Handys auszuschalten, betritt Trajal Harrell die Bühne des Wiener Volkstheaters und bittet uns, sie wieder herauszuholen, um das Musikvideo für Elton Johns und Dua Lipas «Cold Heart» aufzurufen. Der Clip, sagt Harrell, mache ihm immer gute Laune.
In der siebten Folge von...
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CONSTANZE MACRAS
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