Passgenau

Die südafrikanische Tänzerin Londiwe Khoza gehört nicht einfach zur Batsheva Dance Company, sie hat dort Wurzeln geschlagen. Warum, erzählt sie Claudia Henne

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Wenn Londiwe Khoza in Ohad Naharins «Momo» auf die Bühne kommt, haben die vier Männer – nackter Oberkörper, Army Trousers und Stiefel – schon im Gleichschritt ein paar Runden gedreht. Sie, barfuß, balanciert auf den Ballen Schritt für Schritt in eine seltsame Gesellschaft: Da die muskulösen Kerle, auf der anderen Seite eine queere Gruppe, die miteinander, gegeneinander, allein oder zu mehreren in einer disparaten Welt unterwegs zu sein scheint.

Suchen sie etwas? Was fühlen sie, was nehmen sie voneinander wahr? Ohad Naharin lässt uns, die Zuschauer, entscheiden, was wir zu erkennen glauben, zu erkennen vermögen. Die Augen wandern von einer Figur zur anderen und bleiben doch immer wieder an Londiwe Khoza hängen. Sie hat das, was eine Spitzentänzerin ausmacht: die Kontrolle über jeden ihrer Muskeln, diese über Jahre im Ballettunterricht erworbene Spannung im Körper und zugleich eine elegante Nonchalance. Lässig und scheinbar mühelos bewegt sie sich, egal, was ihr die Rolle abverlangt. Wie hat sie das geschafft? «Als ich Ohad begegnete, kam ich gerade aus einem Ballettensemble. Ich musste erst einmal lernen, nicht das Ballett zu vergessen, aber einige schlechte Angewohnheiten ...

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Tanz Mai 2025
Rubrik: Menschen, Seite 30
von Claudia Henne

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