Parkett International: Belgien und Niederlande
Eines lässt sich gewiss feststellen, blickt man auf das belgische und niederländische Tanzgeschehen der zurückliegenden Saison: In beiden Ländern setzen widrige finanzielle und organisatorische Bedingungen dem Tanz empfindlich zu. Dies könnte auch ein Grund dafür sein, dass bedeutende künstlerische Ereignisse ausgeblieben sind.
Eine bemerkenswerte Parallelentwicklung, besonders wenn man bedenkt, dass sich die Szenen in Belgien und Holland historisch völlig unabhängig voneinander herausgebildet haben und wechselseitige Beziehungen auf dem Feld des Tanzes von jeher schwach ausgeprägt waren. Bestimmte belgische Künstlerinnen und Künstler kann man auf niederländischen Bühnen zwar noch immer recht häufig erleben; umgekehrt ist dies hingegen kaum der Fall. Selbst Vorstellungen von Spitzenkompanien wie dem NDT oder dem NDT 2 sind in Belgien mittlerweile Mangelware. Vermutlich liegt das auch an dem Umstand, dass die Holländer bereits lange vor den Belgiern über eine stark entwickelte Tanzlandschaft verfügten. Der Geschmack des niederländischen Publikums ist nach wie vor von jenem energetischen modernen Idiom geprägt, das zuerst Choreografen wie Hans van Manen und Jiří Kylián mit ihrem oft ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Parkett International, Seite 152
von Pieter T‘Jonck
1. Aufführung des Jahres / Production of the Year
2. Choreograf/in des Jahres / Choreographer of the Year
3. Tänzerin des Jahres / Female Dancer of the Year
4. Tänzer des Jahres / Male Dancer of the Year
5. Kompanie des Jahres / Company of the Year
6. Erfreulich war ... / Positive development
7. Ärgerlich war ... / Negative development
Andrea Amort, Wien, freie...
In seiner polnischen Heimat hat sich der Tänzer, Choreograf und Pädagoge Robert Bondara längst einen Namen gemacht. Mit seinen zeitgenössischen Ballettkreationen ist er bei den bedeutenden Kompanien des Landes vertreten. Anlässlich des 100. Jahrestages der Beendigung der Teilung Polens brachte er mit dem Polnischen Nationalballett in Warschau eine heutige Sicht auf...
Manche Werke sind uns heilig. Sie entzünden die Fantasie, verzaubern das Publikum seit Generationen. So verhält es sich mit «Giselle», von Théophile Gautier zu Papier gebracht, 1842 uraufgeführt. Gautier, ein Pariser Luxus-Dandy und rauschmittelseliger Bonvivant, zählte nicht nur zu den produktivsten Ballettlibrettisten des 19. Jahrhunderts. Vielmehr beschrieb er...
