Paris
Verwaiste Bienenstöcke, aus denen allenfalls noch das Summen von Maschinen dringt – so wirken die Pariser Theater in der Zwangspause.
«Das Théâtre de la Colline ist im Tiefschlaf», sagt Arnaud Antolinos, Generalsekretär des Staatstheaters am Friedhof Père-Lachaise. «In unseren Sälen brennt nur noch das Geisterlicht. Wir warten auf den Tag, wo wir mit den Schauspielern zurückkommen können, um es zu löschen.» In der Zwischenzeit betreibt das Theater Ohrgeflüster: Auf Anmeldung ruft einen eine Schauspielerin oder ein Schauspieler an und spricht einen Text in die Muschel.
Auch das Théâtre de la Ville hält «poetische Sprechstunden». Ebenfalls auf Anmeldung wird einem da per Telefon der Stimmungs-Puls gefühlt und danach ein «therapeutisches» Gedicht vorgetragen. Dieses entstammt einem hausgemachten «lyrischen Pschyrembel», der 150 Poeme zu diversen Themen vereint – womöglich ist er bald in den Apotheken zu haben! Doch wie steht es mit den finanziellen Folgen der Krise? Die Pariser Nationaoper rechnet mit einem Finanzloch von 25 bis 30 Millionen Euro, so der Spielbetrieb im September wiederaufgenommen werden kann – zuzüglich des Verlusts von 12 Millionen Euro, den im Dezember der ...
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Rubrik: Corona-Krise, Seite 21
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