Oldenburg: Mavin Khoo «Man to Monk – Part 1 – Man»

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Der Titel will auf Progression hinaus, vielleicht auf Überwindung. Von «Man to Monk» soll die Entwicklung in Mavin Khoos neuer Produktion gehen, von Mensch zu Mönch, von Fleisch zu Geist. Das Programm des Stücks, das im November am Londoner Sadler‘s Wells herauskam, wird als Reise von «basaler menschlicher Emotion und gesellschaftlichen Ansprüchen hin zu spiritueller Transzendenz» etikettiert.

Dafür hat sich Khoo, bekannt für Synergien aus indischem Bharatanatyam und westlichen klassischen wie zeitgenössischen Techniken, mit Choreograf Carlos Pons Guerra und dem Tänzer Victor Callens zusammengetan. Der 50-minütige erste von zwei Teilen bewegt sich definitiv eher in fleischlichen Gefilden. Aufgebaut ist er wie ein «Tatort»: Erst sehen wir die Leiche – und erfahren dann nach und nach, was eigentlich geschehen ist. 

Es beginnt im Dunkeln, mit einem Schrei. Licht an: Callens’ lange Glieder liegen da wie tot. Daneben der kompakte Khoo. Er schmiegt sich in den schlaffen Körper, deckt sich regelrecht damit zu, hievt ihn schließlich hoch und schleift ihn – leise zischen die Fußrücken über den Boden – durch den Raum. Gemeinsam sinken beide auf die Knie, wobei sich nahtlos die Rollen ...

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Tanz Mai 2019
Rubrik: Kritik, Seite 42
von Wiebke Roloff Halsey

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