Öffnung

Die Tänzerin und Choreografin Minako Seki unterrichtet ihre eigene Methode – und schließt die Wahrnehmung auf

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Der Horizont über dem Meer von Nagasaki – schon als Kind faszinierte Minako Seki dieser Strich, der sich nicht bewegt. Er grenzt die Bewegungen von Himmel und Wolken, Wasser und Wellen voneinander ab und verbindet sie gleichzeitig. «Alles ringsum bewegt sich, doch dieser Strich bleibt still. Was ist dieser Strich und was liegt dahinter?» Minako Sekis Antworten liefern keine Fakten, es geht nicht darum, zu verstehen. Sie hinterlassen Bilder, die man selbst weiterdenken kann, ein Angebot, oszillierend zwischen Erinnerung und Imagination.

«Ich dachte, der Mond verfolgt mich, ich bekam Angst und lief weg vor ihm.» Diese frühen Erfahrungen, voll kindlicher Wahrnehmung und poetischer Überhöhung, bilden den Ausgangspunkt, von dem aus die japanische Choreografin, Tänzerin und Pädagogin Minako Seki ihre Verbindung zum Tanz beschreibt.

Auch heute richtet sich ihre Wahrnehmung nicht nur nach außen, sondern ebenso intensiv nach innen. Auf die Frage, wo sie in ihrer Wahlheimat Berlin etwas wie die Beständigkeit des Horizonts spüren kann, antwortet sie: «Ich trage die Landschaft in mir, hinter meinen Augen.» Damit meint sie nicht nur einen poetischen Blick, sondern eine konkrete Praxis: den ...

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Tanz 2025
Rubrik: Praxis, Seite 60
von Alina Saggerer

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