Nussknacker

Alle Jahre wieder kommt … Tschaikowskys Klassiker auf die Bühnen. Dieses Mal ist er, frisch poliert, in Augsburg, Berlin und Leipzig zu besichtigen. Eine Tour d’horizon

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Nicht nur zur Weihnachtszeit möchte man die Nuss knacken. Doch wie soll man auf der Ballettbühne das Immergrün des Tannenbaums zum Verschwinden bringen? Wie einen Klimawandel begründen, der im Frühjahr oder Herbst die Schneeflocken walzerselig tanzen lässt? Peter Tschaikowsky hat dafür die Musik geschrieben, und die lässt sich allenfalls umdeuten, nicht aber ignorieren.

Schließlich gehört sie mit zum Schönsten, was dem Ton-setzer eingefallen ist, wie überhaupt sein «Nussknacker» nach Meinung vieler Experten un­­gleich­ filigraner, formbewusster, kurz: stimmiger komponiert ist als sein «Dornröschen» oder der «Schwanensee», der allerdings aus einem anderen Grund zum Signaturstück einer ganzen Ballettepoche geworden ist.

Wäre da nicht die Geschichte, weswegen sich schon die «Serapions-Brüder» in die Wolle kriegen. Für den ersten der vier gleichnamigen Sammelbände hat E. T. A. Hoffmann nicht nur sein 1816 erstmals veröffentlichtes Kindermärchen «Nussknacker und Mausekönig» überarbeitet. Er lässt es darin auch von Lothar als seinem Alter Ego erzählen, und der stellt sich im Anschluss dem Widerspruch seiner anderen Stellvertreter – ein Kunstgriff, der auf raffinierte Weise alle ...

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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Hartmut Regitz

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