norwegen___ Jo Strømgren: «A Dance Tribute to Ping Pong»
Wie der Choreograf Jo Strømgren ein sportliches Regelwerk schafft, um es im Tanz außer Kraft zu setzen ... Nun, es geht auch im Leben zu, wie bei einem Spiel und seinen Regeln. Das Spielfeld ist begrenzt. Die ganze Welt ist eine Platte, die man sich in etwa mittig geteilt vorstellen kann: Auf der einer Seite Ping, auf der anderen Pong, Yin oder Yang, Mann oder Frau. Der Ball dazwischen fliegt hin und her, schneller, langsamer, schärfer oder sanft, elegant in gegenseitigem Einvernehmen, dann plötzlich aggressiv, militant. Er wird ins Aus gedroschen, das Spiel unterbrochen.
Gewinn oder Verlust: Wer überlebt, siegt nach Punkten.
Das Leben also ist ein Tanz nach Regeln, die es vor allem zu überschreiten gilt. Der kleinste Raum, die kleinste Fläche ist noch immer eine Bühne, groß genug für Träume, schrill und bunt wie Zirkus oder Varieté, maßlos wie eine Fahrt durchs Universum im Mondschein. Der norwegische Choreograf Jo Strømgren findet im Sport immer wieder solch sinnliche Abbilder, ebenso ein angemessenes Maß tänzerischer Vorgaben, denn etwas ist beiden gemeinsam: Sport und Tanz kennen Regeln, andere wachen über deren Einhaltung, und jeder hat für die offenbar notwendig harten ...
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Tanz Oktober 2012
Rubrik: kalender und kritik, Seite 50
von Boris Michael Gruhl
tv: romeo feat. julia
Über zwanzig Jahre nach der Uraufführung wurde Sergei Prokofjews
«Romeo und Julia» dank der Fassungen von John Cranko und Kenneth MacMillan (1962/1965) auch im Westen so richtig populär. Nun trifft Prokofjew auf Hip-Hop, das SWR-Sinfonieorchester auf Raps von Jugendlichen. Mit den Planungen für das gewaltige Projekt «Romeo feat. Julia» begann...
Wenn die Jahreszeit Regenschirme wieder zum unverzichtbaren Begleiter macht, wird in London ein Schirm für Tanzkünstler aus zwölf Ländern aufgespannt. Die künstlerische Leiterin des Festivals, Betsy Gregory, hat den Choreografen Jonathan Burrows zum Ko-Kuratoren berufen. Erstmalig wird das Programm im neuen Gebäudekomplex des Zentrums für Darstellende Künste an der...
im november: deutsche kompanien______
bestehen in der Regel nicht aus deutschen Choreografen und Tänzern, sondern sind internationale Ensembles, in denen deutsche Tänzer öfter die Ausnahme als die Regel bilden. Das Land mit der höchsten Theater- und Tanzhochschuldichte der Welt ist stolz auf seine kulturelle Diversität, zu Recht. Und alles wäre in bester Ordnung,...
