Nicht alles gefallen lassen!
Corona – Virus – Kontaktverbote: Es scheint auf der Welt kein anderes Problem zu geben! Fernsehformate, Tages- und Wochenzeitungen: Kaum eine andere Nachricht hat noch Platz. Die Heuschrecken in Afrika, die Probleme in den Flüchtlingslagern, das Ende der richterlichen Unabhängigkeit in Polen: alles ins Nebenfach geschoben, um Platz zu schaffen für die Fragen nach einem Leben in der Corona-Krise.
Dieser Beitrag will nicht klären, wie klug, not-wendend oder überflüssig die Anordnungen zur Corona-Bekämpfung sind, sondern der Frage nachgehen, welche rechtlichen Konsequenzen die Schließung von Kultureinrichtungen, die Absage von Festivals und die Kündigung von Verträgen für die Betroffenen haben. Es ist schon ein merkwürdiges Ding, unter welcher Überschrift, unter welcher Rubrik das monatelange Aus für Kultureinrichtungen bei öffentlichen Verlautbarungen segelt: So veröffentlicht das Bayerische Wirtschaftsministerium am 17. April 2020 eine Anordnung mit der Überschrift «FAQ Corona-Krise und Wirtschaft» wonach «der Betrieb sämtlicher Einrichtungen, die nicht notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen, sondern der Freizeitgestaltung … untersagt ist». Dabei nennt diese Liste ...
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Tanz Juli 2020
Rubrik: Praxis, Seite 50
von Peter Raue
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Marlúcia do Amaral – sind Sie Optimistin oder Pessimistin?
Ich bin eigentlich ein absolut positiver Mensch. Aber im Moment bin ich ganz zerstört. Mein Leben ist upside down. Seit zwei Monaten trainiere ich zu Hause auf dem Teppich und bin längst nicht mehr so gut in Form wie vor Corona.
Wegen des Lockdown endet Ihre Zeit in Düsseldorf ohne Abschied?
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Als eine der Ersten war sie wieder auf der Bildfläche: Rubato, die Tanzkompanie von Jutta Hell und Dieter Baumann. Seit 35 Jahren existiert sie schon in Berlin. Vor handverlesenem Publikum gab sie ein Tanzkonzert, ohne Kassenhäuschen, mit Sitzabständen wie in der Business Class. Am Kopfende: Alexander Nickmann, Rubatos Leib- und Magenmusiker, ein Ex-Tänzer, der den...
