Nicht alles gefallen lassen!

Ein Überblick über die Rechtslage in der Corona-Krise: von Grundrechtseinschränkungen über ausgefallene Festivals, Theaterproben, Auszahlungen von Gastverträgen bis zu Ansprüchen von Karteninhabern und Online-Streaming. Von Peter Raue

Tanz - Logo

Corona – Virus – Kontaktverbote: Es scheint auf der Welt kein anderes Problem zu geben! Fernsehformate, Tages- und Wochenzeitungen: Kaum eine andere Nachricht hat noch Platz. Die Heuschrecken in Afrika, die Probleme in den Flüchtlingslagern, das Ende der richterlichen Unabhängigkeit in Polen: alles ins Nebenfach geschoben, um Platz zu schaffen für die Fragen nach einem Leben in der Corona-Krise.

 

Dieser Beitrag will nicht klären, wie klug, not-wendend oder überflüssig die Anordnungen zur Corona-Bekämpfung sind, sondern der Frage nachgehen, welche rechtlichen Konsequenzen die Schließung von Kultureinrichtungen, die Absage von Festivals und die Kündigung von Verträgen für die Betroffenen haben. Es ist schon ein merkwürdiges Ding, unter welcher Überschrift, unter welcher Rubrik das monatelange Aus für Kultureinrichtungen bei öffentlichen Verlautbarungen ­segelt: So veröffentlicht das Bayerische Wirtschaftsministerium am 17. April 2020 eine Anordnung mit der Überschrift «FAQ Corona-Krise und Wirtschaft» wonach «der Betrieb sämtlicher Einrichtungen, die nicht notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen, sondern der Freizeitgestaltung … untersagt ist». Dabei nennt diese Liste ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juli 2020
Rubrik: Praxis, Seite 50
von Peter Raue

Weitere Beiträge
Der Lehrer: Frédéric Tavernini

Frédéric Tavernini, ein Tänzer betritt die nackte Bühne, ein Körper aus Fleisch und Blut trifft auf Beton und Plastikboden. Was passiert? Ein Schock, würde ich sagen, weil der Theaterraum dir als Tänzer befiehlt, eine Projektionsfläche zu sein, damit du das Publikum durch deinen Körper soghaft in eine andere Welt entführst. Du sollst ein Emotionsfahrzeug sein,...

Berlin online: Rubato «Körperwetter»

Als eine der Ersten war sie wieder auf der Bildfläche: Rubato, die Tanzkompanie von Jutta Hell und Dieter Baumann. Seit 35 Jahren existiert sie schon in Berlin. Vor handverlesenem Publikum gab sie ein Tanzkonzert, ohne Kassenhäuschen, mit Sitzabständen wie in der Business Class. Am Kopfende: Alexander Nickmann, Rubatos Leib- und Magenmusiker, ein Ex-Tänzer, der den...

Vorschau, der Weg zu tanz 7/20

Ausbildung

 

Spätestens seit den Vorgängen an der Wiener Ballettakademie und der Staatlichen Ballettschule Berlin ist das Thema auf der Tagesordnung: Wie wird auf den Tänzerberuf vorbereitet? Wir beleuchten Wunsch und Wirklichkeit Balletttraining an der Heinz-Bosl-Stiftung München 

 


Commercials

 

Fast ein Jahr lang beleuchtet das Kölner Tanzmuseum die...