newcomer: katja cheraneva
«Du musst dich selbst verlieren, um etwas anderes zu werden, und das dann wieder aufgeben.» Katja Cheraneva beschreibt ihre Tätigkeit in der Forsythe Company nicht als Zuckerschlecken, sondern als Herausforderung einer Arbeitsweise, die sie zuweilen auch so verwirrt, dass sie sich nicht mehr auskennt beim Bewegen. Doch: «Ich vertraue Bill hundertprozentig.» Er ihr offenbar auch, er hat der 23-jährigen Tänzerin soeben den Vertrag verlängert.
Mit Gaststatus war die Russin 2009 erstmals in einer neuen Produktion dabei, «I don’t believe in outer space».
Relativ klein und mit kurzen hellen Locken, fällt sie gleich auf. Wie kommt man denn aus dem outer space in den inneren dieser weltberühmten Kompanie? Nicht per Audition. Im dritten Jahr ihres Studiums an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt begann sie mit der europaweiten Jobsuche, kam, falls sie überhaupt anreisen durfte, in miserablen Hotels unter, wurde nach ein bis drei Stunden mit 300 Leuten in einem kleinen Saal mit nichtssagenden Ablehnungsgründen abgespeist. Irgendwie müsse Forsythe durch seine Tänzer von ihr gehört haben, vermutet sie, und schickte ihr eine E-Mail.
In Moskau hatte sie als Kind mit ...
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Tanz Juli 2011
Rubrik: menschen, Seite 26
von Melanie Suchy
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und Raquel Meseguer sind die Kompanie Lost Dog. Schon zweimal gewannen sie wichtige britische Preise, 2005 einen «New Choreography Award» des Bonnie Bird Choreography Fund und den Preis der Robin Howard Foundation Commission 2007. Jetzt haben sie den mit 25.000 Pfund dotierten «Place Price» für ihr Stück «It needs horses» erhalten. Es geht um einen verarmten...
