berlin: alva noe versus bonnie bainbridge cohen
«Ich übe, eine alte Frau zu sein»: Bonnie Bainbridge Cohen hat das so beschlossen und gefragt: «Wie kann Verletzlichkeit zu einer Kraft werden? Meist denken wir, Verletzlichkeit sei ein Problem. Aber wenn wir nicht verletzlich wären, verschlössen wir uns vor dem Leben.» Es fühlen zu können, das ist die Philosophie der Begründerin des Body-Mind Centering. Nun trifft sie auf den Neurowissenschaftler Alva Noë, der ganz anders argumentiert: «Man kann nicht gut leben und denken, wenn man ständig ein Bewusstsein über das Leben und das Denken erlangen will.
Man kann gar nicht immer alles fühlen, reflektieren, infrage stellen: Denn in erster Linie dient das Gehirn dazu, auf die Umgebung körperlich reagieren zu können, weil wir die Welt auch nur dank des Körpers wahrnehmen.» Zwei Wahrnehmungsexperten und der Körper: in den Berliner Uferstudios treffen sie, eingeladen vom Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz und der Tanzfabrik, am 2. Juli aufeinander. Ein Gipfeltreffen.
tanzfabrik-berlin.de
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Tanz Juli 2011
Rubrik: kalender: highlights, Seite 30
von
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...ist kein Tor zum Tanz. Aber inmitten des diesjährigen nationalen Wettbewerbs der bildenden Künstler gibt es eine Ausnahme. Die Kompanie BADco. aus Zagreb wurde eingeladen, den kroatischen Pavillon gemeinsam mit dem Konzeptkünster Antonio G. Lauer (Künstlername: Tom Gotovac) in eine Hinterbühne zu verwandeln. Den behauptet sie als den «negativen Raum» der...
Bei -0,57°Celsius gefriert das Blut. So flüssig sind wir gar nicht, sagt Ira Demina. Mit dieser kaltblütigen These ist sie eine von vielen Hamburger Choreografinnen, die den Zustand des Denkens über den Körper formulieren. Wer in Hamburg überhaupt wie was tanzt, war immer schon ein Geheimnis, das Angela Guerreiro nun zum sechsten Mal auf der Präsentationsplattform...
