vienna – moscow: music here
Im brut-Theater in Wien war Dschungelcamp. Russische und österreichische Performer trafen sich unvorbereitet letzten Winter für zehn Tage, jetzt im Juli folgen sie der Gegeneinladung zu TsEKh, der einzigen zeitgenösssischen Bühne in der Zehn-Millionen-Metropole Moskau und seinen 150 Theatern. Zeitgenössisch ist keine russische Linie, dafür spielt Wien Europas Tor zum Osten. Durch dieses schritten die Tänzerin Olga Dukhovnaya, 25, und der Tanzkünstler Robert Steijn, 52: ein Traumpaar, das von der Welt der anderen Person keine Ahnung hatte.
Pünktlich zur Gegeneinladung sind nun ein paar Erklärungen, warum unkontrolliert Künstler aus zwei verschiedenen Kulturkreisen aufeinander losgelassen werden, auf Englisch und Russisch erschienen.
Das Buch «Music here, Music there» berichtet davon, wie Anne Juren aus Wien den Moskauer Schauspieler Andrey Smirnov durch reine Sturheit in die Geheimnisse der minimalistischen Choreografie einführt. Oder wie die russische Trapezkünstlerin Alexandra Poldi den Wiener Künstler Markus Schinwald – «ohne ein Wort zu viel zu verlieren» – für einen Moment aus seinen Performanceinstallationen des Selbst- und Körperverlusts entführt. Die Paarbildungen öffnen ...
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Tanz Juli 2011
Rubrik: medien, Seite 55
von Arnd Wesemann
Für eine Heilige wärees das ungünstigste Rating, nach amerikanischen Maßstäben die Sünde selbst. «XXX» ist nicht jugendfrei. In Halle und Dortmund, den bislang einzigen Tourorten dieses frei produzierten Tanzoratoriums, durfte man auch unter 18 rein, weil sich zumindest choreografisch die Barockmusik von Domenico Scarlatti und Georg Friedrich Händel durchaus...
DAS FESTIVAL VON AVIGNON
ist das große Theaterereignis in Frankreich. Bei diesem Festival, das nicht nur Tanz zeigt, entdeckt arte die wichtigen Themen bei den Choreografien. Die Kinder haben es dem Sender besonders angetan. Boris Charmatz setzt in «enfant» auf ihren unmittelbaren Charme (Seite 28), Anne-Karine Lescop schlägt gleich alle Fliegen aktueller Tanzmoden...
eit vier Jahrzehnten hält sich dieser Pilz und entwickelt sich gerade zu großer Form. Eigentlich ist er winzig. Das Schwammerl Pilobolus wächst auf Mist und wirft sein pillenförmiges Hütchen weit von sich in Richtung Sonne. Der Name «Pilobolus», den sich die Gruppe 1969 gab, riecht nicht nur nach Humor und Überlebenstaktik, sondern trägt auch die Beweglichkeit, das...
