Newcomer, Abschied, Snippets 8/9/18
Newcomer: Philippe Kratz
Auf Spitze gehen. Knie locker lassen. Nun die Fersen rotieren. Jetzt nicht das Gleichgewicht verlieren. Stattdessen kleine Trippelschritte wagen. Nach vier Monaten Training sieht das durchaus elegant aus. Philippe Kratz bewegt sich über die Bühne wie ein am Schnürchen aufgezogener Roboter. Nun zusätzlich die Arme heben. Der Ellbogen bildet einen rechten Winkel. Schultern und Hände sind tief entspannt. Mit den Handkanten schlagen, wie ein Boxer auf einen Sack, elegant, schnell, noch schneller. Dabei wieder die Fersen rotieren. Weiter trippeln.
Wer das nachahmt oder sich diese Bewegung nur vorstellt, ahnt, welch eigenständige Tanzsprache der bei der Kompanie Aterballetto in der italienischen Emilia Romagna beschäftigte Tänzer Philippe Kratz entwickelt hat. Gemeinsam mit seiner Partnerin Ivana Mastroviti gewann er dafür soeben den 1. Preis des internationalen Choreografen-Wettbewerbs der Ballettgesellschaft Hannover, «Choreography 32», und zusätzlich ein dreiwöchiges Stipendium der Tanja-Liedtke-Stiftung beim Australian Dance Theatre in Adelaide.
Damit wurde bei diesem Nachwuchswettbewerb mit seltener Einigkeit einer als bester Newcomer geehrt, der längst ...
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Tanz August/September 2018
Rubrik: Menschen, Seite 36
von
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