Newcomer
Olle Strandberg war 19 Jahre alt und Student der Tanz- und Zirkushochschule DOCH, als er sich in Stockholm bei einem Sprung das Genick brach. Er erinnert sich: «Alle standen um mich herum, niemand durfte mich berühren. Es war so still, man konnte eine Stecknadel fallen hören. Bis ich merkte: Ich kann meinen Körper nicht fühlen.» Olle Strandberg steht heute aufrecht, wie unbeschadet. Er hat die Querschnittslähmung besiegt. Seine aktuelle Inszenierung am Chamäleon-Theater in Berlin, «Underart», nennt der 30-jährige Choreograf eine «Ode to a crash landing».
Strandbergs Leben steht ganz im Zeichen seiner Heilung. Anderen vor und nach ihm war sie nicht vergönnt. Ihnen will er nun einen sensationellen Sturz widmen, erzählt er, in Berlin, von einer Plattform aus, die unter einem Heißluftballon hängen und auf etwa einen Kilometer Höhe aufsteigen soll. Jeder, der seine Facebook-Seite «radicalcircus» teilt, so versichert er ohne die Miene zu verziehen, lässt die Höhe wachsen, von der aus er seinen Sprung absolvieren wird. Derzeit steht der Höhenmesser auf gut 344 Metern.
Arbeitet sich Olle Strandberg – wie andere Künstler auch – am eigenen Überleben ab? So sieht seine aktuelle Inszenierung ...
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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Menschen, Seite 30
von Arnd Wesemann
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