Neuer Tanzort in Basel
Armando Braswell, wie kamen Sie zum Tanz? Ich wuchs bei einer Pflegefamilie auf, in einer kriminellen Ecke im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Damals rettete der Tanz mein Leben. Er gab ihm einen Sinn, forderte mich heraus. Weil ich tanzte, tat ich nicht das, was meine Freunde taten – und das war gut so. Tanzen bedeutete für mich eine Zukunft, ein Ziel, hart zu arbeiten und in einer Sache wirklich gut zu sein – das ist sehr wichtig für junge Menschen.
Wie wurden Sie Balletttänzer? Ich bin unter anderem an der Ailey School, der School of American Ballet und der Juilliard School ausgebildet worden. Als ich den Bachelor in der Tasche hatte, ging ich zu Philip Taylor ans Münchner Gärtnerplatztheater, wechselte dann zu Gauthier Dance nach Stuttgart. Seit 2012 tanze ich bei Richard Wherlock am Theater Basel.
In Basel haben Sie kürzlich das Braswell Arts Center gegründet. Ich hatte von einem Kollegen eine Tanzklasse übernommen, zunächst mit wenigen Schülerinnen, dann wurden es mehr – bis ich in drei verschiedenen Studios unterrichtete. 2017 haben meine Frau Lisa und ich dann das Braswell Arts Center gegründet – als Zentrum für Tanz und andere Kunstformen. Wir wollen nicht nur Tanzklassen ...
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Tanz März 2018
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Martina Wohlthat
Sie tanzt und tanzt und tanzt … Jeden Tag, «une minute» oder auch -etwas länger, gern irgendwo in Paris. Nicht auf der Bühne, nicht im Studio, sondern dort, wo sie gerade ist, mitten im täglichen Leben. Das kann in ihren eigenen vier Wänden sein, beim Bäcker, auf einer Demonstration, beim Ausflug in die Natur, im Museum oder in der Seine, die, wie im Januar...
Screening
Die Flammen von Paris
Es war schon fast am Ende seiner Tage auf dem Chefsessel des Bolschoi-Balletts, als Alexei Ratmansky 2008 «Die Flammen von Paris» herausbrachte – ursprünglich 1932 von Wasili Wainonen für das damalige Kirow-Ballett choreografiert. Immerhin hat der Stoff alles, was den Sowjets gelegen kam: französisches Revolutionspathos mit zartem...
Pläne der Redaktion
Der Heizer Robert Smith will sich einfach nicht anpassen in der westlichen Welt. Perfekter Stoff für Frank Castorf: Eugene O’Neills «Der haarige Affe» in Hamburg.
#MeToo: Julia Riedler, Judith Rosmair und Hildegard Schmahl über Theaterarbeit, Macht und Männer.
Er war in den 60er Jahren ein Bühnenrevolutionär, dessen Entwürfe auch heute noch ...
