Netzwerk Tanz
«Multitudes» heißt eine Zeitschrift im Zeitalter der Netzwerke. Eine transnationale Redaktion gibt sie dreimal im Jahr heraus und sympathisiert mit der weltweiten, informellen Bewegung um Toni Negri und Michael Hardts Buch «Empire», um politisch, strategisch und philosophisch Perspektiven des Wandels und der «sozialen Befreiung» herbeizuführen. Ein Magazin, das sich im Sinn von Foucault der Kehrseite der Politik zuwendet, um die «subversive Ladung der sozialen Bewegungen» auszumachen.
Nun wurden fünfzehn Choreografen und Performer eingeladen, an einer Ausgabe mit dem Titel «Notations» teilzunehmen: darunter Steve Paxton, Vincent Dunoyer, Jérôme Bel, Antonia Baehr, Myriam Gourfink, Amos Hetz, Alain Buffard, João Fiadeiro, Anne Teresa De Keersmaeker, Thomas Lehmen, Jonathan Burrows, Frankfurter Küche, Martin Nachbar und William Forsythe.
Viele von ihnen verwenden Notationen und Partituren als Grundlage für ihre Arbeit. Einer der Herausgeber, Ludovic Burel, begründet den Schritt vom Polit- zum Tanzmagazin so: «Partituren haben etwas Ambivalentes, eine Spannung zwischen Kontrolle und Selbst-Organisation kommt in ihnen zum Tragen.
Jede Partitur steht nicht nur für eine übergreifende ...
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Matthew Bourne’s “Play Without Words,” a wordless translation into dance-theater of the 1963 Joseph Losey-Harold Pinter movie, “The Servant,” is funny, charming, suave, and formally quite engaging. I write this as someone who was no fan of Bourne’s “Swan Lake,” that international hit, with its hateful or ninnyish portraits of women, has balefully affected...
Wir befinden uns in der Aufwärmphase. Der Barmann packt die Gläser aus, der Koch rührt im großen Topf. Die Darsteller und ihr Team wuseln durch die Gegend. Die Zuschauer-Gäste stehen rum in der großen Kampnagel-Halle, in deren Mitte eine imposante Kartonmauer ansteigt. Zu beiden Seiten fallen Sitzreihen ab in zwei Spielflächen: kahl und hell die eine,...
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