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Multitudes macht den Schritt vom Polit- zum Tanzmagazin

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«Multitudes» heißt eine Zeitschrift im Zeitalter der Netzwerke. Eine trans­nationale Redaktion gibt sie dreimal im Jahr heraus und sympathisiert mit der weltweiten, informellen Bewegung um Toni Negri und Michael Hardts Buch «Empire», um politisch, strategisch und philosophisch Perspektiven des Wandels und der «sozialen Befreiung» herbeizuführen. Ein Magazin, das sich im Sinn von Foucault der Kehrseite der Politik zuwendet, um die «subversive Ladung der sozialen Bewegungen» auszumachen.


Nun wurden fünfzehn Choreografen und Performer eingeladen, an einer Ausgabe mit dem Titel «Notations» teilzunehmen: darunter Steve Paxton, Vincent Dunoyer, Jérôme Bel, Antonia Baehr, Myriam Gourfink, Amos Hetz, Alain Buffard, João Fiadeiro, Anne Teresa De Keersmaeker, Thomas Lehmen, Jonathan Burrows, Frankfurter Küche, Martin Nachbar und William Forsythe.
Viele von ihnen verwenden Notationen und Partituren als Grundlage für ihre Arbeit. Einer der Herausgeber, Ludovic Burel, begründet den Schritt vom Polit- zum Tanzmagazin so: «Partituren haben etwas Ambivalentes, eine Spannung zwischen Kontrolle und Selbst-Organisation kommt in ihnen zum Tragen.
Jede Partitur steht nicht nur für eine übergreifende ...

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Tanz Mai 2005
Rubrik: Magazin, Seite 17
von Krystian Woznicki

Vergriffen
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