Netz als Brücke

Vom 9. bis zum 17. November will die Künstlergruppe a-m-b-e-r bei einem Festival mit internationalen Gästen den Beweis antreten, dass Istanbul sich als Basecamp auch für die digitale Bohème unter den Tänzern anbietet. Der Festivalleiter Ekmel Ertan im Gespräch mit Katja Werner

Tanz - Logo

Ekmel Ertan, wer ist a-m-b-e-r? Eine Initiative, die in Istanbul künstlerische Ausdrucksformen am Schnittpunkt von Körper und digitalen Prozessen untersuchen will. Wir sind Forscher und Künstler aus Tanz, Performance, Design, Sozialwissenschaften und Ingenieurwesen. 2007 fanden wir uns zusammen, um diese eine lokale Diskussions- und Produktionsplattform zu schaffen: a-m-b-e-r. Es geht um Forschung, Produktion und Ausbildung auf dem Feld der Body-Process Arts.



Was verstehen Sie darunter? Body-Process Arts ist lediglich die genaue Übersetzung des türkischen Namens beden-islemsel sanatlar. Die exis-tierende Terminologie wollten wir aus zwei Gründen nicht übernehmen. Erstens, weil sie in Englisch war. Wir ziehen es vor, uns in unserer Muttersprache zu definieren. Zweitens schienen uns diese westlichen Begriffe nicht ganz den Kern unserer Absichten zu treffen. Wir reden nicht nur von digitaler Kunst, Medien-Technologie oder neuen Medien einerseits und Tanz oder Performance andererseits. Wir leben in einem Land, das geografisch sowohl zu Europa als auch zu Asien gehört und his-torisch das Erbe verschiedener Kulturen trägt. Im Bereich Technologie sind wir bestenfalls Nutzer, ...

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Tanz November 2007
Rubrik: Istanbul, Seite 20
von Katja Werner

Vergriffen
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