natürlich
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kann man zu jeder Musik, zu jedem Klang, zu jedem Geräusch irgendeinen Schritt setzen. Aber ist das Choreografie? John Neumeier, soeben für sein 40. Jubiläum am Hamburg Ballett gefeiert, bezweifelt das. Im Interview (ab Seite 74) erklärt er Choreografie als «dieses geheimnisvolle Finden eines Pendants zu einer Musik, das nicht identisch ist mit ihr.» Denn Tanz ist eben keine sichtbar gemachte Musik, Tanz ist etwas Eigenständiges, eine Interpretation, eine Reaktion, mitunter sogar der Widerpart zur Musik.
Klar, so was kann die Musik auch beleidigen.
Der Hamburger Ballettintendant wollte schon immer mal etwas zu Olivier Messiaens «Trois petites liturgies» choreografieren, aber der Komponist winkte ab. Trotz Neumeiers gigantischer «Matthäus-Passion», bei Kirchenmusik hört der Spaß oft auf. Die meisten Verstimmungen zwischen Tanz und Musik entzünden sich jedoch an der Frage der Vorherrschaft – wer dominiert hier wen? Ballettmusik galt lange als zweitrangiges Genre, von Komponisten nur mit spitzen Fingern angefasst. Auch das Etikett «Dance Music» ist nicht gerade ein kultureller Ehrentitel. Schließlich wird der «Raumrausch» seit Richard Wagner als Bedrohung empfunden, ...
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Tanz August/September 2013
Rubrik: editorial, Seite 1
von
im jahrbuch: tanzfotografie_________
Wie steht es mit der Tanzfotografie in Zeiten, da digitale Bilder das Tanzen gelernt haben? Stimmt es noch, dass wir uns das Bild vom Tanz durch ein Bild machen? Wir bitten die Berühmten von Akram Khan bis Jim Rakete um ihre ikonischen Tanzbilder, schauen Herman Sorgeloos beim Fotografieren von Anne Teresa De Keersmaeker über...
für tänzer_________
ausschreibungen
«Residenzprogramm 2014/2015» in Hamburg: Zum siebten Mal vergibt K3 – Zentrum für Choreographie, Tanzplan Hamburg im Rahmen seines Förderprogramms für ChoreografInnen, die am Beginn ihrer professionellen Praxis stehen, drei achtmonatige Residenzen (Aug. 2014 bis April 2015).
Deadline: 5. August
k3-hamburg.de
Der Fonds...
Auf einer Bank sitzt eine Puppe. Sie schaut zu. Sie stellt den weißen Mann dar, ähnlich wie diese seltene Fetischfigur, die während des Festivals «Theaterformen» noch bis zum 11. August im Landesmuseum Hannover ausgestellt ist. Mit solch einer weißen Figur wird die Macht des Fremden in Afrika «gebannt», so, wie auch bei uns jedes Kind weiß, wie man seine Ängste und...
