Nahaufnahme Sasha Waltz
Sasha Waltz hat Pech: Erst setzte Bernd Wilms vom Hauptstadtkulturfonds die weitere Förderung der Berliner Choreografin aus. Was bedeutet, sie muss 875 000 Euro suchen. Der Berliner Haushalt gibt ihr nur 600 000 dazu und wird kaum die neue Fehlsumme in voller Höhe übernehmen. Dann sollte Sash Waltz den ganz großen, in Thessaloniki vergebenen Europäischen Preis für «neue Theaterrealitäten» teilen: mit Deutschlands ohnehin meist bepreisten Theaterrealis-ten, Rimini Protokoll, und dem polnischen Wahrheitslaboranten Krzysztof Warlikowski.
Doch sie war krank, und ihr gingen 7000 Euro durch die Lappen. Das sehen die Statuten so vor. Wie der Hauptstadtkulturfonds laut Statuten keine Institutionen, sondern nur Projekte fördert – obwohl Sasha Waltz nach diesen Statuten als «freie Choreografin» zu bezeichnen wäre – reicht auch ihre Abwesenheit in Thessaloniki nur zu «symbolischer» Anerkennung. Nicht zur faktischen.
Ein Trost sind acht soeben bei www.alexander-verlag.de erschienene Interviews mit der Kritikerin Michaela Schlagenwerth. Ihre Nahaufnahme Sasha Waltz beschreibt die Geschichte und den Kosmos der Choreografin und einen Traum, «mich einmal für eine Zeit wegzubewegen von dem rein ...
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