mount olympus

Der belgische Choreograf Jan Fabre veranstaltet einen Marathon: 24 Stunden lang antike Tragödie. Da zeigt sich der Wahnsinn von seiner wahrhaft dionysischen Seite

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Ganz zum Schluss sind die Raver los. Die Musik wummert, die Leute lassen ihre Becken rucken wie batteriebetrieben. Die Bewegung kennt man schon. Vor knapp 24 Stunden sahen sie so ähnlich aus, die Kopulationstänze. Aber da war die Atmosphäre noch eine andere, wirkte das Setting zeitlich und emotional entrückter als in diesem entfesselten Finale. Jetzt turnt man sozusagen ums Gipfelkreuz. «Mount Olympus», Jan Fabres Antikenspektakel, ist geschafft. Irgendwann wird es Kult werden, dieses in Berlin beim «Foreign Affairs»-Festival uraufgeführte, megalomanische Stück.

Am Ende steht das große Gemeinschaftserlebnis, die gemeinsame Euphorie von Zuschauern und Performern, bevor sie ihrer Erschöpfung nachgeben können. So bricht an einem friedlichen Sonntagnachmittag im Haus der Berliner Festspiele der Irrsinn aus. Öl, Sand und Körperfarben bilden den glitschigen Untergrund für die entfesselte Meute auf der Bühne. Rechts und links sprühen welche Farbe und Glitter auf nackte Körper, so viel die Flasche nur hergibt, von oben regnet es Papierschnitzel. Das Publikum reißt es von den Sitzen, es wippt mit und johlt und klatscht.

Darsteller und Zuschauer haben seit Samstagnachmittag viel geteilt. ...

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