montpellier: Jan Fabre: «Attends, attends, attends ... (pour mon père)»

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Jan Fabres choreografische Arbeiten haben sich schon immer durch Soli ausgezeichnet, die der Belgier seinen Lieblingstänzern auf den Leib schneiderte. Auch Cédric Charron, seit nunmehr 14 Jahren Kompaniemitglied, ist da keine Ausnahme: Der französische Tänzer hat immer wieder substanziell zu Fabres Arbeiten beigetragen, seit er in «As long as the world needs a warrior soul» einen bellenden Hund darstellte. Solche Solo-Porträts haben häufig mindestens so viel über Fabres künstlerische Ideen ausgesagt wie über den jeweiligen Interpreten.

In dieser Hinsicht unterscheidet sich «Attends, attends, attends ... (pour mon père)» nun von seinen Vorgängern.

Die Choreografie basiert auf einer kurzen Reihe von Monologen, zwischen denen Charron Fragmente seiner bislang mit Fabre kreierten Tänze zeigt – zunächst eben den erwähnten Hund. In diesen Momentaufnahmen scheint auf, was für ein kraftvoller Performer Charron ist: Er wendet sich in den getanzten Monologen an seinen Vater und bittet diesen inständig um Geduld – ein biografisches Motiv, hat sich jener doch nie mit den «eitlen Beschäftigungen» seines Sohnes, darunter auch das Tanzen, anfreunden können. Folglich versucht Charron ihn davon zu ...

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Tanz Juli 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 40
von Pieter T‘Jonck

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