Mönchengladbach: Robert North «Farben der Welt»

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Es ist ein Fest der Formen und Farben: Der neue Ballettabend des Theaters Krefeld/Mönchengladbach feiert die Bildende Kunst. Robert North, Sohn eines Bildhauers und Malers, widmete im Laufe seines Choreografen-Lebens schon Henri Matisse, Sandro Botticelli und William Turner schöne Arbeiten. Für sein Ensemble am Niederrhein kreierte der 73-Jährige jetzt die Uraufführung «Kasimir Malewitsch» – und fertig ist der Vierteiler: «Farben der Welt», stilistisch und thematisch bunt. 

Geometrisches hängt vom Bühnenhimmel.

Figurinen, die von Oskar Schlemmer stammen könnten, tanzen klare Formen. Kasimir Malewitsch inspirierte das Bauhaus. Für sein Ballett ersann North eine Episode von einem Maler und seinen Musen. Viele choreografische Einfälle, die in den drei anderen Balletten zu sehen sind, vereint er hier wie in einer künstlerischen Bilanz.

«Miniaturen», gewidmet Matisse, entstand 1984 in England. Ballett? Eher ein bewegtes Gemälde in leuchtendem Blau und Rot. Ein Paradies skizziert der US-Amerikaner, bevölkert von einer Art Urvolk in beschwingtem Tanzmodus. Inspiriert sind die Bewegungen von Tanz- und Zirkusmotiven aus einer Serie von Scherenschnitten. Die Kostüme – der Abend ist ...

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Tanz Juli 2019
Rubrik: Kritik, Seite 35
von Bettina Trouwborst

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