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Einst Starballerina in Stuttgart, öffnete sie in Karlsruhe dem Nachwuchs Tür und Tor. Jetzt hat sich Birgit Keil als Ballettdirektorin vom Badischen Staatstheater verabschiedet

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Schon als Tänzerin war Birgit Keil eine Ausnahmeerscheinung: die Ballerina von Weltformat, auf die Deutschland, wie der amerikanische Kritiker Clive Barnes einmal anmerkte, so lange hatte warten müssen. Im Star-Quartett des Stuttgarter Ballettwunders der 1960er-Jahre war sie das heimische Gewächs. John Cranko, der sie 1961 ans Stuttgarter Ballett holte und sie 1963, da war Birgit Keil 19 Jahre jung, zur Solistin beförderte, nannte sie liebevoll seine «Baby-Ballerina».

Horst Koegler, der deutsche Ballettpapst, adelte die Tänzerin, die mit einem lyrischen Fließen ihrer überlangen Gliedmaßen auf sich aufmerksam machte, zur «Elegantissima». Mit Richard Cragun, Márcia Haydée und Egon Madsen bildete sie das Viergestirn, dem John Cranko in «Initialen R.B.M.E.» ein Denkmal setzte. 1980 zur Kammertänzerin der Stuttgarter Staatstheater ernannt, trat sie mit Weltstars wie Mikhail Baryshnikov und Rudolf Nurejew auf.

Fördern in allen erdenklichen Spielarten

Kaum zu glauben, dass das Beste in Birgit Keils Karriere erst noch kommen sollte, nachdem sie 1995 ihre aktive Karriere beendet und sich von der Bühne zurückgezogen hatte. Und doch: Als Pädagogin, als Direktorin und als Förderin wurde sie ...

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Tanz Oktober 2019
Rubrik: Menschen, Seite 38
von Andrea Kachelrieß

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