Michael Laub
Einst verzehrte sich Europa nach dem Osten. Palmen waren die christlichen Wedel, mit denen Asien winkte. Große Schiffe wurden ausgerüstet. Wenige Monate später fasste ein lustiger neuer Tanz in der Südsee Fuß. Immer wieder hatten die Einwohner von Tuvalu und Tarawa gesehen, wie Männer in sonderbarer Kleidung an Land ruderten, Aufstellung nahmen, im Gleichschritt über weiche Strände und unwegsames Inselgelände zu marschieren versuchten. Der militärische Eindruck milderte sich stolpernd zur Karikatur.
Doch die schwarmbildende Ordnung machte Eindruck.
Dieses Mann an Mann, das entschiedene Aufstampfen gegen die Erde, so kann man sich eben unmöglich fortbewegen. Die Insulaner sahen das völlig korrekt als Tanz. Märsche tanzen sie noch heute, mit Inbrunst. Sonst sitzen sie gern auf dem Boden und tanzen klatschend nur mit dem Oberkörper. Beide Tänze der Südsee sind – wie das Theater Freiburg jüngst in seiner Hauszeitschrift feststellte – auch in der alemannischen Geselligkeit vorhanden: «Schwärme» und «Hocks» nennt man das dort, sich bewegen und gemeinsam niederlassen. In Tarawa auf dem Atollstaat Kiribati hocken die Frauen, die Männer marschieren.
Wir wissen nicht, was Michael Laub, den in ...
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When it comes to restaging a dance on a new company or simply on a new cast, there is no substitute for the human connection. A dance and its legacy are passed on directly from person to person, aided by notes and videotape. Deciding what is true to the original choreography – what is “correct” – depends very much on the circumstance.
Of the arts, dance is at a...
hat Platzprobleme. Kein Wunder, seit 1971 ist sie in einem ehemaligen Verlagsgebäude zu Hause, und seither hat sich an den Räumlichkeiten nichts grundsätzlich verändert. Eingezwängt zwischen Landhaus- und Urbanstraße, kann die Schule samt Internat kaum expandieren, obwohl sie inzwischen aus allen Nähten platzt: ein «trauriger Zustand», der so gar nicht zu dem...
