Micaela Taylor/Mats Ek/Crystal Pite «Vibrations»

Paris

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Die Verbindung zwischen der Pariser Opéra und Los Angeles besteht weiter. Einst kam von dort mit Benjamin Millepied ein kurzlebiger Directeur de la Danse, und der heutige, José Martínez, hat in den USA mit Micaela Taylor (tanz 4/24) eine junge Choreografin ausfindig gemacht, deren Background im urbanen Tanz liegt, die aber einen eigenen Stil geprägt hat: fließend und dabei in seiner Athletik körperlich anspruchsvoll, theatral und doch intuitiv – bereits für Nederlands Dans Theater 2 und English National Ballet erprobt.

Trotzdem kennt sie in Paris niemand, und das Publikum der Opéra ist längst nicht mehr an Experimente gewöhnt.

Geködert wurde es deshalb mit einem Mythos und einem Dauerbrenner. Für «Vibrations» übertrug Mats Ek distinguierten Ensemblemitgliedern (zur Premiere waren dies Amandine Albisson und Pablo Legasa) sein «Solo for Two», das gerade sein zwanzigjähriges Bühnenjubiläum feiert. Ek grüßte denn auch nach der Premiere kurz von der Bühne. Als dritten Teil des Abends gab es ein zehnjähriges Jubiläum: Das 2016 entstandene «The Seasons’ Canon» von Crystal Pite. Es ist mit seinen Unisoni aus einer halben Hundertschaft Opéra-Tänzer*innen das meistgespielte zeitgenössische ...

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Tanz August/September 2026
Rubrik: Kalender, Seite 41
von Thomas Hahn

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