Mette Ingvartsen «Skatepark»

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Den Kapitalismus, das Leisten- und-Verdienen-Müssen kann man auch ohne Plattitüden der großen Worte kritisieren: mit Spiel, Zeitvertreib, Beisammensein ohne Zweck. Obwohl, doch, es gibt Zwecke, aber die heißen nicht Arbeit oder Wettbewerb. «Skatepark» von Mette Ingvartsen ist ein Platz, durch den einfach die Zeit hindurchfährt. Bis es still wird, und die letzten Lichtlein in Form von Stirnlampen ausgeknipst werden.

Im Hintergrund der Bühne im Théâtre Paris-Villette steht ein Bauzaun, auf einem Turm aus Autoreifen lungert jemand und singt.

In den Ecken und an den Rändern stehen Holzpodeste, auf denen auch herumgesessen, gestanden und musiziert werden kann. Von den kleinen Höhen führen leicht gebogene Rampen zum Boden, vom Boden hinauf. Die braucht es für die Skater auf ihren Boards, wie auch die Kante oben. Runterrollen ist wie Anlauf, Hochrollen ist die Kunst. Dann die Wendung um 180 Grad, die Umkehr, entweder noch auf der Rampe oder an der Kante oder gar in der Luft darüber. Außer dem Auf und Ab ermöglicht der Skatepark auch das Hin und Her. Die 13 Performerinnen und Performer, die anfangs Skaterinnen und Skater der lokalen Szene, auch Kinder, eingemeinden, queren den Platz, sie ...

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Tanz August-September 2023
Rubrik: Kalender, Seite 42
von Melanie Suchy

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